Die Wasserspringer sind für die deutsche Olympia-Mannschaft in Peking bisher die einzigen Medaillen-Garanten. Mit Silber im Synchron-Wettbewerb vom Turm eroberten Patrick Hausding und Sascha Klein am Montag die zweite Plakette für das Team, das auch am dritten Wettkampftag Enttäuschungen zu verkraften hatte.

Für Yvonne Bönisch platzte der Traum von der Wiederholung ihres Judo-Olympiasieges von vor vier Jahren in Athen bereits im ersten Kampf. In der Hoffnungsrunde vergab die Deutsche anschließend durch ihre zweite Niederlage auch die Chance auf Bronze. Das deutsche Vielseitigkeits-Team reitet dagegen in Hongkong auf Gold-Kurs. Die Equipe überholte beim Geländeritt die bis dahin führenden Australier und setzte sich vor dem heutigen Springen an die Spitze des Feldes. In der Einzelwertung führt Hinrich Romeike vor Ingrid Klimke.

Nach gut einem Zehntel der 302 Entscheidungen in der chinesischen Hauptstadt rangiert Deutschland mit je einmal Silber und Bronze auf Rang 19 der Nationenwertung. An der Spitze des Medaillenspiegels setzte sich Gastgeber China ( 9 / 3 / 2 ) weiter von den Verfolgern Südkorea ( 4 / 4 / 0 ) und USA ( 3 / 4 / 5 ) ab. Das sportliche Glanzlicht eines Tages, an dem die spanische Radfahrerin Maria Isabel Moreno als erste Dopingsünderin entlarvt wurde, setzten die USSchwimmer mit Superstar Michael Phelps an der Spitze. Das amerikanische Quartett verbesserte im Finale über 4 x 100 Meter Freistil den eigenen Weltrekord um unglaubliche 3, 99 Sekunden. Phelps holte seine zweite von acht angepeilten Goldmedaillen bei den Spielen. Den insgesamt achten Schwimm-Weltrekord in Peking markierte am Abend die Italienerin Federica Pellegrini im Vorlauf über 200 m Freistil.

Das deutsche Team erlebte einen Tag mit mehr Schatten als Licht. Während die Hockey-Herren am Morgen mit einem souveränen 4 : 1 gegen China ins olympische Turnier starteten, verabschiedeten sich am Abend in Annika Lurz und Petra Dallmann zwei weitere Schwimm-Hoffnungen im Vorlauf. Auch für die Fechter gibt es weiter keinen Grund zum Feiern. Im Florett-Einzel scheiterten Carolin Golubytskyi, Anja Schache und Katja Wächter alle vorzeitig.

Die Schützen sind nach sechs Wettkämpfen weiter ohne Edelmetall. Die beste Platzierung erreichte Susanne Kiermayer als Achte im Trapschießen. Die Handball-Frauen kassierten mit 20 : 30 gegen Südkorea ihre erste Turnier-Niederlage. Auch die Siegesserie im Beachvolleyball ging mit der Niederlage für Stephanie Pohl / Okka Rau zu Ende.

Als erster deutscher Tennis-Profi erreichte Nicolas Kiefer nach einem 6 : 3, 6 : 1 gegen den Weißrusen Max Mirnyi die zweite Runde. Schon im Viertelfi nale steht Badminton-Spielerin Huaiwen Xu. Medaillen- Hoffnungen weckten in der Qualifi kation die Slalom-Kanuten Alexander Grimm und Jan Benzien. In Wilhelm Gratschow schied bereits der dritte deutsche Boxer in Peking aus.