Peking. Die Kommerzialisierung von Olympia untergräbt die olympischen Werte. Zu diesem Schluss kommt die Studie " The Commercial Games " der gemeinnützigen US-Organisation Commercial Alert sowie des werbefreien und nicht gewinnbringend arbeitenden Magazins Multinational Monitor.

63 Olympia-Sponsoren gibt es in Peking, dazu hat jedes Olympiateam eigene Partner, allein der Deutsche Olympische Sportbund über 20. Hinzu kommen die Sponsoren der nationalen und internationalen Fachverbände. " Weil alle nach gutdotierten Verträgen streben, werden Partnerschaften mit Firmen eingegangen, deren Produkte oder Methoden die olympischen Werte bedrohen ", sagt Jennifer Wedekind, Co-Autorin der Studie : " Fast Food, Bier und Alkohol, Firmen, deren Angestellte unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen - all das ist dabei. "

Autor Robert Weissman meint : " Die olympischen Ideale von Völkerverständigung, Erhalt der Kulturen und Bildung ertrinken in einem Meer von Sponsoren- und Marketing-Absprachen. "

Die Studie schlägt vor, IOC, NOKs und die Sportverbände sollten die Zahl ihrer Verträge verringern und keine Vereinbarungen mit Brauereien oder Fast-Food-Ketten abschließen. Außerdem sollten die Partner offenlegen, wo und unter welchen Bedingungen sie ihre Produkte herstellen. ( sid )