Während dieses Plätzchen hier sonst der Spaßmacherei vorbehalten ist, geht es heute um ein bitterernstes Thema: die sieben Todsünden dieses Sommers. Im Gegensatz zu Hochmut, Neid und Konsorten findet man diese nicht im Katechismus der katholischen Kirche, sondern in einer Umfrage des Flirtportals Elite-Partner. Jene Schrift benennt sieben Vergehen, zu denen sich Frauen beim Public Viewing zur WM keinesfalls verleiten lassen dürfen. Die Sünden lauten wie folgt:

Verwechslung - bei einem Tor für das gegnerische Team laut losjubeln.

Unkenntnis - zum zehnten Mal fragen, wer oder was eigentlich dieser Abseits ist.

Lustschau - statt der spielerischen Leistung eher den knackigen Waden der Fußballer Beachtung schenken.

Begeisterungsflaute - bei einem Tor der Deutschen nur müde lächeln.

Blamage - zum Public Viewing in voller Fan-Montur erscheinen und dann lauter als die Männer grölen.

Mitteilungsflut - während des Spiels permanent quatschen.

Vorbereitungsmangel - nicht einmal wissen, gegen wen wir überhaupt spielen.

Wer sich eines dieser Vergehen schuldig macht, wird von seinem Manne betrachtet als nerviges Weib. So besagt es die Schrift. Vergebung erlangen kann die Sünderin nur durch vollkommene Reue. Und vielleicht hilft es auch, wenn sie ihren Mann für den Rest des Spiels mit Bier versorgt und ihn nach Abpfiff brav nach Hause fährt - ohne über seine Fahne zu murren. Elisa Sowieja