Magdeburg l Lamar Morinia war entsetzt über diesen versemmelten Leger: Der Point Guard der Otto Baskets hatte es am Donnerstagabend in der Hand, den Rückstand seines Teams auf sechs Punkte zu verkürzen, 1:23 Minuten vor dem Ende. Doch die Chance hatte der 32-Jährige einfacher vertan, als er sie bekommen hatte. Allein deshalb hat das Team von Trainer Polychroniadis am Donnerstagabend das Duell im Abstiegskampf der 2. Basketball-Bundesliga aber nicht verloren. Für das 73:85 (38:47) gegen Cuxhaven und vor 650 Zuschauern in der Gieseler-Halle war vor allem das schwache erste Viertel (15:27) und schlechte Dreier-Statistik ausschlaggebend.

In den mittleren zwei Vierteln hatte dagegen vieles gestimmt: Magdeburger kam mit schönen Spielzügen, mit starken Einzelleistungen und mit Fastbreaks immer wieder zu zwei Punkten, kassierte aber meist im Gegenzug aber auch den ernüchternden Dreier. Eigene Dreier blieben wieder Mangelware, letztlich kamen die Baskets in dieser Statistik auf vier aus 18 Versuchen (Cuxhaven: zehn aus 20). Dennoch rissen Lars Meyer, Edward Seward und Terry Tzakopoulos Team und Halle mit wichtigen Zählern immer wieder mit. Bis auf fünf Punkte (44:49/23.) kamen die Baskets zwischenzeitlich heran, aber ihr Kampf wurde letztlich nicht belohnt. Bei 73:81, 1:23 Minuten vor Schluss, war die Partie entschieden. Ein Lichtblick: Leonard Washington, der 25-jährige Neuzugang, war mit 14 Zählern zweitbester Otto-Scorer nach Edward Seward (15). Polychroniadis resümierte: "Heute war das Glück nicht auf unserer Seite."

Otto Baskets: Wright 2, Schweiger, Maynard, Washington 14, Drägert, Tzakopolous 8, Meyer 11, Woods 11, Morinia 9, Seward 15, Volf 3

Cuxhaven: Cook 10, Oliver 12, Obiango 14, Kuhle 17, Alawoya 15, Strowbridge 6, Wischnewski 2, Rejwan, Gruhn, Johnston, Bland 9