Berlin - Der Hallenverweis für Trainer Sasa Obradovic war der passende Weckruf für die Basketballer von ALBA Berlin. Keine 48 Stunden nach der Euroleague-Pleite bei Roter Stern Belgrad siegte ALBA zu Hause ungefährdet mit 91:60 gegen medi Bayreuth.

Mit dem 19. Sieg im 20. Spiel untermauerten die Berliner damit am Samstag ihre Spitzenposition in der Bundesliga. So kurz nach einem schlechten Spiel wie in Belgrad sei es nicht einfach gewesen, so eine gute Reaktion zu zeigen, sagte ALBA-Trainer Obradovic. Dass der stets temperamentvoll mitgehende Coach nach zwei Technischen Fouls die Halle verlassen musste, beeindruckte den Tabellenführer dabei nicht. "Es wirkte fast, als hätte meine Disqualifikation meinem Team gut getan, denn danach sind sie richtig aufgewacht und haben noch stärker gespielt", sagte Obradovic.

Bayern München durfte sich über den höchsten Sieg der bisherigen Saison freuen. Der Meister zeigte sich nach dem Einzug ins Eurocup-Achtelfinale blendend aufgelegt und deklassierte Phoenix Hagen mit 124:79. Schmerzlich vermisst wurde bei Hagen Center Keith Ramsey, der mit einem Bänderriss mehrere Wochen ausfällt. Bei den Bayern markierten elf Spieler acht oder mehr Punkte, am häufigsten traf Bryce Taylor mit 19 Punkten. Für Hagen schafften David Bell und Urule Igbavboa jeweils 13 Punkte.

Der Tabellenvierte ratiopharm Ulm besiegte das Schlusslicht Crailsheim Merlins mit 86:71, das damit zum fünften Mal in Serie als Verlierer vom Platz ging. Die Telekom Baskets Bonn schlugen den Mitteldeutschen BC 96:66. Größten Anteil am Sieg der Rheinländer hatte der frühere MBC-Spieler Angelo Caloiaro mit 23 Punkten.