Magdeburg. Das gibt ‘ s nur einmal, das kommt nie wieder ... Dieses Lied können in Berlin gleich sieben Athleten aus Sachsen-Anhalt anstimmen : die Magdeburger

Nadine Kleinert ( Kugelstoßen ), Ruwen Faller und Eric Krüger ( beide 4 x 400-m-Staffel ) sowie die Hallenser Norman Müller ( Zehnkampf ), Nadine Müller ( Diskus ) und die für die SG Spergau startenden Marathonis Falk Cierpinski und Tobias Sauter.

Ihnen allen bietet sich etwas Einmaliges – ein Heimspiel. Und das gleich im doppelten Sinne. Denn nicht nur, dass Leichtathletik-Weltmeisterschaften auf deutschem Boden Seltenheitswert haben ( bislang war nur Stuttgart 1993 Gastgeber einer WM ), auch zur Heimat ist es nur ein Katzensprung. So haben Familie, Heimtrainer sowie Freunde und Bekannte die Chance, ohne großen Aufwand und Reisestress hautnah im Berliner Olympiastadion dabei zu sein und die Daumen zu drücken. " Ich durfte ja schon einmal vorfühlen, wie es ist, im Olympiastadion auf der blauen Bahn zu stehen – allerdings waren da die Ränge noch leer und trotzdem hatte ich eine Gänsehaut. Wie gigantisch muss das erst sein, wenn die Arena ausverkauft ist und 64 000 Zuschauer dir zujubeln und dich nach vorn treiben ", hofft Zehnkämpfer Norman Müller trotz Kribbeln im Bauch auf ein " sicher einmaliges Erlebnis in meinem Leben ".

Mit einer Medaille liebäugelt Nadine Kleinert – auch wenn sie dies nie öffentlich publik machen würde. So formuliert die 33-jährige Kugelstoßerin ihr Ziel so : " Ich möchte Spaß haben, mein Bestes geben und dann werden wir sehen, was dabei herauskommt. Mit dieser Einstellung bin ich bisher ganz gut gefahren ", so die Dritte der WM vor zwei Jahren in Osaka, die in der Weltbestenliste mit 19, 80 Metern momentan Rang fünf belegt.

Etwas kleiner sind die Sterne, nach denen die SCM-Viertelmeiler Ruwen Faller und Eric Krüger greifen. Sie verfolgen mit der 4 x 400-Meter-Staffel zunächst ein Ziel – das Finale. " Wenn das geklappt hat, wollen wir das Stadion am Schlusstag richtig zum Kochen bringen. "