Sydney - Die Yacht "Wild Oats XI" hat mit ihrem achten Sieg im 70. Sydney-Hobart-Rennen einen Rekord aufgestellt. Kein anderes Boot hat den Segelklassiker von Sydney nach Hobart seit dessen Premiere 1945 so oft gewonnen.

"Es ist ein Wunder. Es war der schwerste, aber auch der süßeste aller Siege", sagte Yacht-Besitzer Robert Oatly nach dem Triumph seines neun Jahre alten Designs über den spektakulären US-Neubau "Comanche" in Hobart.

Die australische Sieger-Yacht erreichte die Ziellinie des Rennens über 628 Seemeilen nach zwei Tagen, zwei Stunden, drei Minuten und 26 Sekunden. Als zweite Yacht kam die favorisierte "Comanche" von Netscape-Gründer James Clark knapp eine Stunde später ins Ziel. Clark zeigte sich als fairer Verlierer: "Wild Oats und ihr Skipper Mark Richards haben ein Höllenrennen hingelegt. Wir sind enttäuscht, dass wir in dem Hochdruckgebiet steckengelieben sind, durch das sie durchgeschlüpft sind."

Weitere 105 Yachten waren noch auf See. Zehn Boote hatten bis zu diesem Zeitpunkt aufgegeben. Die in Kiel gebaute "Caro" von Max Klink mit dem Kieler Weltumsegler Michael Müller lag auf Rang acht in der Wertung nach gesegelter Zeit, die "Passion 4 C" des Bremers Stefan Lehnert an Position 55.