Amsterdam - Die Gegner von FIFA-Präsident Joseph Blatter bekommen Unterstützung von mehreren prominenten Ex-Fußballern. Die niederländische Legende Johan Cruyff sprach sich für seinen Landsmann Michael van Praag als künftigen Chef des Weltverbandes aus.

"Ich kenne ihn inzwischen schon 50 Jahre und wir sind immer noch gute Freunde", schrieb Cruyff in seiner wöchentlichen Kolumne in der Tageszeitung "De Telegraaf". "Deshalb bin ich immer für ihn da. Sollte van Praag um meine Unterstützung bitten, dann bekommt er sie."

Die Organisatoren der Präsidentschaftskampagne von Ex-Weltfußballer Luís Figo präsentierten gleich eine Handvoll neuer Fürsprecher des Portugiesen. "Luís Figo hat alle Qualitäten und Vernunft, die man für einen Wandel der FIFA zum Bessern braucht. Eine Erneuerung ist notwendig und Luís kann das schaffen", wird der brasilianische Ex-Weltmeister Roberto Carlos in einer Pressemitteilung zitiert. Auch Patrick Vieira, Steve McManaman, Hidetoshi Nakata und Dwight Yorke äußerten sich in dieser Weise. Zuvor hatten sich schon Raul und Deco für Figo ausgesprochen.

Van Praag hatte in der vergangenen Woche seine Kandidatur öffentlich gemacht und dabei Amtsinhaber Sepp Blatter erneut heftig kritisiert. Zur Überraschung vieler Beobachter hatte er dem Schweizer aber einen Beraterposten angeboten. Cruyff verteidigte diesen Plan. "Blatter hat 40 Jahre Erfahrung mit der FIFA und so ein Wissen schiebst du nicht einfach beiseite", schrieb Cruyff. "Deshalb finde ich es gut, dass Michael seinem Konkurrenten angeboten hat, nach 17 Jahren einen Schritt zurück zu machen und sich ihm als Berater anzuschließen."

Außer Blatter, Figo und van Praag tritt bei der Wahl am 29. Mai noch der jordanische FIFA-Vizepräsident Prinz Ali bin al-Hussein an, der am Dienstag in London sein Programm vorstellen will.