St. Moritz - Nach dem ersten Lauf konnte Skeletonpilotin Tina Hermann aus Königssee noch vom ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere träumen, dann landete sie nicht einmal auf dem Podest.

Die Bayerin hatte nach einem schwachen zweiten Durchgang auf der Natureisbahn im Schweizer Engadin 0,34 Sekunden Rückstand auf Siegerin Janine Flock aus Österreich. Im Gesamtklassement behauptete Hermann aber ihre Führung 15 Zähler vor Flock. Auf Platz zwei in der Tageswertung kam die Kanadierin Elisabeth Vathje vor der Britin Laura Deas. Anja Huber-Selbach aus Berchtesgaden landete auf Rang acht, die Suhlerin Sophia Griebel wurde Zehnte.

"Ich bin natürlich enttäuscht. Man muss eben beide Läufe gut runterbringen. Leider ist es bei mir nicht das erste Mal, dass ich einen guten ersten Lauf und dann leider einen schlechten zweiten Durchgang habe", sagte Hermann nach ihrer Finalfahrt im 1722 Meter langen Eiskanal von St. Moritz. Nach dem ersten Lauf hatte sie nur vier Hundertstelsekunden Rückstand auf Flock, die sie schon zweimal bezwungen hat. Dennoch gab es für Hermann einen Grund zur Freude: Interims-Bundestrainer Dirk Matschenz stellte ihr nach dem Rennen das Ticket für die Heim-WM in Winterberg aus.