Oberhof ( dpa ). Ohne den erkrankten " Leitwolf " Ronny Ackermann hat es für die deutschen nordischen Kombinierer beim Weltcup in Oberhof nicht zu Podestplätzen gereicht. Beim zweiten Saisonsieg des Norwegers Magnus Moan am Samstag war Björn Kircheisen ( Johanngeorgenstadt ) als Sechster bester Deutscher. Am Sonntag wiederholte beim Tagessieg des f nnischen Weltcup-Spitzenreiters Anssi Koivuranta der Zella-Mehliser Tino Edelmann die Platzierung und schaffte damit endgültig die WM-Norm.

" Wir haben an beiden Tagen auf der Schanze zu viel liegenlassen. Läuferisch bin ich zufrieden ", bilanzierte Bundestrainer Hermann Weinbuch und kündigte Anstrengungen an, um den Rückstand beim Springen wieder aufzuholen. " Bis zur WM im Februar haben wir aber noch genügend Zeit, das zu reparieren. "

Für den Saisonhöhepunkt steht der Kern seines WM-Aufgebots mit Ackermann, Kircheisen, dem Oberwiesenthaler Eric Frenzel und Edelmann. " Ich bin froh, dass ich mit dem sechsten Platz auch die WM-Norm erfüllt habe. Mir ist damit eine kleine Last von der Schulter gefallen ", bemerkte nach seinem starken Lauf vor 9500 Zuschauern am Sonntag Tino Edelmann.

Kircheisen ärgerte sich nach einem Sprung zu nur 112 Meter über seinen " Fehler an der Kante. Ich war zu müde und zu spät. Mit so einem Sprung reicht es dann nicht mehr ganz nach vorn ", schimpfte der Sachse. " Mannschaftlich sind wir stark. Deshalb gibt’s für mich auch keine Veränderung der Saison-Zielstellung. Wir wollen nach den fünf Silbermedaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften seit 2002 endlich mal Mannschafts-Gold bei der WM gewinnen. "

Ronny Ackermann, der zu Weihnachten seinen Start beim " Heimspiel " wegen eines bakteriellen Infekts absagen musste, befndet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung. " Die Blutwerte sind besser geworden, aber noch nicht wieder im normalen Bereich ", teilte der viermalige Weltmeister vom Rhöner WSV Dermbach mit.

" Die Wiederholung des Weltcup-Gesamtsiegs habe ich schon abgeschrieben. Jetzt gilt alle Konzentration der WM ", sagte der 31 Jahre alte Sportsoldat. Als Titelverteidiger hat er dort automatisches Startrecht.