Moskau (dpa) - Trotz des massiven Doping-Skandals schließt Russland eine Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2028 nicht aus.

"Warum nicht? Ich denke, es ist auf jeden Fall möglich, es zu versuchen", sagte der Chef des Nationalen Olympischen Komitees Russlands, Alexander Schukow, der Agentur Ria Nowosti in Moskau. Mögliche Bewerber könnten die Millionenstädte St. Petersburg oder Kasan sowie der Schwarzmeerkurort Sotschi sein, sagte er.

Wegen Vorwürfen staatlich gelenkten Dopings steht Russland international am Pranger. Bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro 2016 waren die russischen Leichtathleten deswegen gesperrt. Die Führung in Moskau weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Russland hatte bereits 1980 die Sommerspiele in Moskau und 2014 die Winterspiele in Sotschi ausgerichtet. Vor einigen Jahren hatte es Vorschläge gegeben, dass sich Russland um die Sommerspiele 2024 bewirbt. Die Idee wurde aber verworfen, damit sich Russland auf die Organisation der Fußball-WM 2018 konzentrieren kann. Die Bewerbungsphase für 2024 ist bereits abgeschlossen. Mit einer Entscheidung für 2028 wird im Jahr 2021 gerechnet.