01. August 2010
Magdeburg ( dpa ). In Sachsen-Anhalt sind seit 2000 rund 950 Millionen Euro in die Sanierung von Altlasten auf Industriebrachen geflossen. Mit Hilfe des Geldes - 70 Prozent vom Bund und 30 Prozent vom Land - wurden 3500 Hektar Fläche saniert, so dass sich dort neue Investoren niederlassen konnten. Dies teilte Umweltminister Hermann Onko Aeikens ( CDU ) gestern in Magdeburg aus Anlass des 10. Gründungsjubiläums der Landesanstalt für Altlastenfreistellung mit. Auf vielen der mehr als 1000 Grundstücke seien neue Arbeitsplätze entstanden, allein im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen 11 000.
Nach Einschätzung des Geschäftsführers der Landesanstalt, Martin Keil, harren noch 1500 bis 2000 Hektar schadstoffverseuchter oder anderweitig geschädigter Flächen der Sanierung. Während die Bodensanierung noch etwa bis 2015 dauere, nehme die Reinigung von mit Chemikalien verseuchtem Grundwasser noch Jahrzehnte in Anspruch. Bergbauschäden, die nichts mit der Braunkohle zu tun haben, sollen bis etwa 2025 behoben sein. Die Gesamtkosten für die Altlastensanierung bezifferte Keil auf 2, 5 Milliarden Euro. Sachsen-Anhalt sei das ostdeutsche Bundesland mit den meisten Altlasten.









