09. Februar 2010
Hohenerxleben - Nach dem Rohrbomben-Anschlag auf die Wohnung eines Iraners in Hohenerxleben (Salzlandkreis) am Wochenende hat die Polizei noch keine Hinweise auf die Täter. Kriminaltechniker sicherten weiter Spuren und werteten diese aus, zudem würden Anwohner befragt, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord am Montag in Magdeburg. Experten des Landeskriminalamts untersuchten Reste des selbst gebastelten Sprengsatzes, mit dem Unbekannte in der Nacht zum Sonntag ein Doppelfenster des Hauses zerstört hatten. Laut Polizei muss der Knall weithin hörbar gewesen sein. Gleichwohl sei der Polizei der Anschlag erst am Sonntagmittag gemeldet worden.
Weil eine fremdenfeindliche Straftat nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt der für solche Fälle zuständige Staatsschutz. Der Iraner lebt mit seiner Frau und einem Kind in einem Nebengebäude des Schlosses Hohenerxleben, das von einer Stiftung als Kultur- und Bildungsstätte genutzt wird. Er arbeitet in dem Projekt mit. Zum Zeitpunkt des Anschlags war laut Polizei niemand in der Wohnung.





