Magdeburg l Mit dem fünften Heimsieg im fünften Heimspiel kletterte der FCM zumindest bis Mittwochabend vorbei an Fortuna Köln auf Platz zwei. „Es war ein richtig gutes Spiel gegen eine richtig gute Mannschaft. Wir haben es sehr aufmerksam verteidigt. Vorne waren wir einmal da. Riesenkompliment“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel nach dem Spiel. Kleiner Wermutstropfen: Mit Dennis Erdmann und Björn Rother sahen zwei Mittelfeldspieler jeweils die fünfte Gelbe Karte und fehlen am Sonntag beim VfR Aalen.

Härtel veränderte seine Startelf gegenüber der 1:3-Niederlage am vergangenen Freitag beim FSV Zwickau auf vier Positionen. Christian Beck, Erdmann, Tobias Schwede und Steffen Schäfer rutschten in die Anfangsformation, dafür saßen Julius Düker, Marius Sowislo, Felix Lohkemper und Christopher Handke auf der Bank. Härtel setzte wieder auf das erprobte und bewährte 3-4-3-System. Bei Paderborn kehrte unter anderem Kapitän Christian Strohdiek zurück.

Große Portion Respekt

Beide Mannschaften begegneten sich offensichtlich mit einer großen Portion Respekt. „Wir sind heiß, Paderborns Serie reißen zu lassen, nachdem unsere eigene Serie gerissen ist“, sagte Coach Härtel vor dem Spiel – ging aber mit kontrollierter Offensive in die Partie gegen den in dieser Saison ungeschlagenen Tabellenführer.

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Den ersten Torschuss der Partie setzte Marlon Ritter ab (24. Minute), FCM-Torwart Jan Glinker lenkte mit Mühe den Ball an die Latte. Auf der Gegenseite sorgte Philip Türpitz (27.) für ein erstes Achtungszeichen, seinen Schuss nach einer Ecke parierte aber der ehemalige FCM-Keeper Leopold Zingerle. Paderborn ließ sich nicht beeindrucken, bekam mehr und mehr Oberwasser und hatte durch Ritter (40.) eine weitere Chance, die erneut Glinker vereitelte. Nico Hammann prüfte mit einem 30-Meter-Freistoß Zingerle (42.). Fazit der ersten Halbzeit: Der FCM konnte nicht sein zuletzt gefürchtetes Kombinationsspiel aufziehen. Paderborn nahm Beck und Türpitz weitgehend aus dem Spiel, ohne selber großen Druck zu entwickeln.

1. FC Magdeburg schlägt SC Paderborn 1:0

Magdeburg (ma) l Der 1. FC Magdeburg setzt sich in der 3. Liga gegen den Tabellenführer SC Paderborn 07 mit 1:0 durch. Stürmer Christian Beck markierte sein erstes Saisontor und führte den FCM damit zum Sieg.

  • Die Entstehung von Christian Becks Kopfballtor, dem Siegtreffer für den 1. FC Magdeburg. Foto: Eroll Popova

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  • Christian Beck, Stürmer des 1. FC Magdeburg, setzt sich gegen SC Paderborns Verteidiger durch und kommt zum Kopfball-Abschluss. Foto: Eroll Popova

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  • Christian Beck vom 1. FC Magdeburgs trifft gegen Tabellenführer SC Paderborn. Foto: Eroll Popova

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  • Die Mannschaftskameraden vom 1. FC Magdeburg jubeln mit Christian Beck. Foto: Eroll Popova

    Die Mannschaftskameraden vom 1. FC Magdeburg jubeln mit Christian Beck. Foto: Eroll Popova

  • SC Paderborns Lukas Boeder grätscht gegen Mittelfeldspieler Tobias Schwede vom 1. FC Magdeburg. Foto: Eroll Popova

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  • Der Außenverteidiger des 1. FC Magdeburg, Michel Niemeyer, im Laufduell mit SC Paderborns Ben Zolonski. Foto: Eroll Popova

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  • Stürmer Sven Michel vom SC Paderborn behauptet  im Zweikampf mit Christian Beck vom 1. FC Magdeburg. Foto: Eroll Popova

    Stürmer Sven Michel vom SC Paderborn behauptet im Zweikampf mit Christian Beck vom 1. FC Ma...

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild zunächst nicht entscheidend. Beide Teams neutralisierten sich – bis Christian Beck traf (62.). Björn Rother öffnete das Spiel auf Michel Niemeyer, der setzte sich auf der linken Seite gegen Lukas Boeder durch und legte mustergültig für seinen Kapitän auf. Für Beck, vorige Saison Torschützenkönig, war es das erlösende erste Punktspieltor der Serie 2017/18.

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Chancenverwertung von Beck

Jetzt nahm das Spitzenspiel deutlich an Fahrt auf - auf dem Platz und auf den Rängen vor den 16.826 Zuschauern in der MDCC-Arena. Paderborn zeigte sich keineswegs geschlagen. Sven Michel, Top-Scorer der Westfalen, hatte in der 70. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am glänzend aufgelegten Glinker. Mit Glück und Geschick brachten die Hausherren den knappen Vorsprung über die Zeit. Die Chancenverwertung von Christian Beck machte diesmal den Unterschied.

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