Magdeburg l Die Zahlen sind beeindruckend. Morten Behrens stand in dieser Drittliga-Saison siebenmal im Tor des 1. FC Magdeburg. In dieser Zeit verlor der FCM nur einmal: 0:1 gegen Rostock. Behrens kassierte zudem nur vier Gegentreffer, spielte dreimal sogar zu null.

Kein Wunder, dass sich FCM-Trainer Stefan Krämer nach einem intensiven Austausch mit Torwarttrainer Matthias Tischer jetzt festgelegt hat: Behrens bleibt trotz der Rückkehr des wochenlang ausgefallenen Alexander Brunst im Kasten. „Morten hat es in den sieben Spielen richtig gut gemacht“, begründet Krämer. „Aktuell sehe ich deshalb keinen Grund, einen Wechsel im Tor vorzunehmen. Wir setzen auf das Leistungsprinzip. Nur weil Alexander zuvor Stammkeeper war, gibt es keine Garantie, dass er nach seiner Verletzung automatisch zurückkehrt.“

Behrens sehr abgeklärt

Behrens hat damit schneller als gedacht sein Ziel erreicht. Schließlich war er nach der Sommer-Vorbereitung zunächst die Nummer zwei, musste auf seine Chance warten. Doch diese nutzte er dann prompt, als Alexander Brunst wegen einer Blinddarm-Operation Mitte September ausfiel. Diese Pause ist für Brunst doppelt bitter, hatte er sich nach durchwachsenen Zeiten beim FCM doch eigentlich den Stammplatz gesichert.

Krämer versucht trotzdem, dem 24-jährigen Brunst Mut zu machen: „Wir haben zwei gute Torhüter, Alexander ist keinesfalls abgeschrieben. Die Reihenfolge kann sich auch wieder ändern, der Konkurrenzkampf ist offen.“ Der Coach sagt aber auch: „Morten hat eben zuletzt sehr stabil gehalten, deshalb haben wir uns vorerst auf ihn festgelegt.“

Coolness beeindruckt

Klar ist: Sollte Behrens weiterhin so souverän halten, wird es Brunst auch in Zukunft schwer haben, ins Tor zurückzukehren. Denn was für Behrens spricht: Der 22-Jährige ist trotz seines noch jungen Alters sehr abgeklärt. „Ich mache mir nicht so viele Gedanken, bereite mich auf jedes Spiel gleich vor – ob wir vor 5000 oder 50.000 Zuschauern spielen“, erklärt er.

Diese Coolness beeindruckt auch Krämer: „Morten hat eine beachtliche Ruhe, er ist mental extrem weit. Diese Ruhe strahlt er auch im Spiel aus, das kann man kaum trainieren. Ich hatte deshalb nie Bedenken, ihn nach dem Ausfall von Alexander zu bringen.“

Behrens ist stark am Fuß

Ein weiterer Vorteil: Behrens ist stark mit dem Fuß, er kann richtig gut kicken. Deshalb wird er auch häufig von seinen Mitspielern eingebunden, kann unaufgeregt auf Rückpässe in Bedrängnis reagieren. „Wir sind dadurch nicht so leicht pressbar. Es ist immer gut, wenn der Torhüter fußballerisch stark ist“, erklärt Krämer.

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