Köln/Magdeburg l Etwas verloren stand Leon Bell Bell nach dem Schlusspfiff an der Seitenlinie – wusste nicht so genau, wo er hin sollte.

Kein Wunder: Für den 23-Jährigen, der im Sommer vom FSV Mainz 05 II kam, war vieles neu. Beim 1:1 in Köln feierte er seinen ersten Drittligaeinsatz im Trikot des 1. FC Magdeburg – und das auf der für ihn ungewohnten Linksverteidiger-Position.

Bell Bell mit vielen Offensivaktionen

Bell Bell machte seine Sache gut, bewies bei einigen Offensivläufen viel Mut zum Risiko. Entsprechend erleichtert war der Neuzugang nach dem Spiel: „Es war in den vergangenen Wochen nicht einfach für mich. Ich wusste aber, dass irgendwann die Chance kommt, wenn ich weiter hart an mir arbeite.“

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Diese Chance nutzte Bell Bell auf der linken Abwehrseite – und nicht auf seiner eigentlichen Stammposition im Sturm. Anpassungsprobleme gab es aber kaum: Ähnlich wie Dominik Ernst rechts liefen auch über seine Außenbahn einige Angriffe.

FCM-Trainer Krämer lobt Bell Bell

Erst am Freitagmorgen erfuhr Bell Bell übrigens von FCM-Trainer Stefan Krämer, dass er in der Startelf stehen würde. „Es war auf der neuen Position zwar etwas ungewohnt, aber für den Anfang in Ordnung. Ich konnte mein Tempo von hinten heraus mitnehmen und einige gute Läufe machen.“

Das sah auch Krämer so: „Leon hat sich seinen Einsatz durch starke Trainingsleistungen verdient. Und er hat ihn durch eine gute Leistung gerechtfertigt.“

Für den Trainer war die Startelf-Nominierung auch eine Botschaft an alle Spieler, die momentan nicht so viel Spielzeit bekommen. „Es ist ein Zeichen an alle Jungs im Kader, dass Leistung konsequent bewertet wird. Sie merken, dass sich gute Trainingsleistungen auszahlen“, betonte Krämer.

Auch gegen Halle in der Startelf?

Bell Bell hat jetzt auch gute Chancen, am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen den Halleschen FC von Beginn an aufzulaufen. Gerade auch, weil noch unklar ist, wann der am Rücken verletzte Timo Perthel, der bisher links gesetzt war, wieder zurückkehren wird.

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