Kvesic fällt aus

FCM-Spielmacher Mario Kvesic fällt vorerst aus. Der 27-Jährige schlägt sich bereits seit einigen Wochen mit einer Verletzung unter dem Fuß herum – und verpasste deshalb auch auf das Landespokalspiel am vergangenen Sonnabend bei Dessau 05. „Wir haben deshalb beschlossen, Mario erst mal aus dem Trainingsbetrieb herauszunehmen, bis die Verletzung auskuriert ist“, sagt FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik. Ein Einsatz am Freitag gegen den MSV Duisburg ist somit noch ungewiss.

Magdeburg l Mario Kallnik ist in diesen Tagen viel auf dem Trainingsplatz unterwegs. Der Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg trägt dabei momentan einen FCM-Teampullover – anstelle des sonst gängigen Anzugs. Kallnik vertritt nämlich seit rund einer Woche den urlaubsbedingt abwesenden Sportchef Maik Franz und führt, wie sonst Franz, Gespräche. So auch gestern, als er wiederholt den Austausch mit dem Trainerteam, mit den Spielern suchte.

Und Kallnik hat klare Erkenntnisse aus diesen Gesprächen gewonnen: „Auch wenn die Ergebnisse in dieser Saison bisher nicht immer so waren, wie wir uns das vorgestellt haben, ist zu sehen, dass bei uns die Entwicklungsrichtung stimmt.“

Der Geschäftsführer untermauert seinen Eindruck mit Beispielen: „Wir haben das Jena-Spiel kritisch aufgearbeitet. Der Austausch mit dem Trainerteam war kritisch, aber immer im Sinne der Sache. Im Training wurde gezielt an verschiedenen Lösungsansätzen gegen tief stehende Gegner gearbeitet. Wir haben einen Werkzeugkoffer, in den wir jetzt Schritt für Schritt mehr Werkzeuge hineinpacken. Im Landespokal in Dessau habe ich von diesen neuen Ansätzen bereits einiges gesehen. Daran müssen wir weiter anknüpfen.“

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Kallnik lobt Zusammenhalt

Was Kallnik zudem positiv stimmt: Niemand beim FCM nimmt sich aus der Verantwortung oder blockiert die angestrebte fußballerische Weiterentwicklung. „Wir stehen in einer Form zusammen, die ich so selten erlebt habe“, betont er. „Auch die Spieler sind sehr an der Entwicklung interessiert, stellen bei der Videoauswertung Fragen, bringen sich ein. Ich spüre sehr viel Energie.“

Damit tritt Kallnik dem in der Öffentlichkeit entstandenen Eindruck entgegen, es würde innerhalb des FCM brodeln. Festgemacht wurde dieser Eindruck an unterschiedlichen Meinungen zwischen Maik Franz und Stefan Krämer bezüglich des Jena-Spiels. „Beide hatten ihre Ansicht, beide liegen nicht komplett falsch. Maik und ich haben uns aber mit dem Trainerteam ganz klar abgestimmt, worauf es jetzt ankommt“, sagt Kallnik.

Der FCM hat eine klare Philosophie

Soll heißen: Der FCM hat sich einer Philosophie verschrieben, will Punkte wie Mentalität, Kompaktheit, Umschaltverhalten, Restraumverteidigung und spielerische Lösungen auf den Platz bringen. „Und mein Eindruck ist, dass an diesen Punkten jeden Tag im Training gearbeitet wird. Deshalb haben wir Stefan Krämer geholt. Der Trainer ist offen für den kritischen Austausch und nimmt auch Anregungen an. Das ist alles andere als selbstverständlich“, betont der Geschäftsführer. Aber: „Die Spieler müssen diese Punkte und alles, was damit zusammenhängt, natürlich verinnerlichen. Wenn das gelingt, bin ich mir sicher, dass wir uns auf Sicht belohnen werden.“

Die Rollen von Franz und Kallnik in diesem Prozess sind klar definiert: Gemeinsam haben sie die Linie vorgegeben und achten jetzt darauf, dass diese Linie auch von allen im Club gelebt wird. „Das ist für manche vielleicht auch mal nervig, es geht aber immer um die Entwicklung des Ganzen. Nur so entwickeln wir uns permanent weiter“, sagt Kallnik.

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