Magdeburg l „Die Frage ist doch: Wie wollen wir Fußball spielen als 1. FC Magdeburg?“, sagt Trainer Thomas Hoßmang und schiebt die Antwort am Donnerstagnachmittag gleich selbst hinterher: „Mit einer ordentlichen Körpersprache, aggressivem Anlaufen, alles im Tempo machen, mit einer gewissen Kompaktheit.“ All das also, was gegen den Halleschen FC weitestgehend überhaupt nicht zu sehen war, soll schon am Sonnabend bei 1860 München (14 Uhr) ins Spiel des FCM zurückkehren.

Die Frage, die Hoßmang aufwirft, stand auch am Montag in der Spielanalyse mit der Mannschaft im Zentrum. „Diese Dinge haben wir klar besprochen, die Spieler dafür sensibilisiert. Und jetzt hoffe ich, dass alle ordentlich zugehört haben“, sagt der Trainer.

Personelle Rochade ist schwierig

Denn egal, ob Führungsspieler oder nicht – Hoßmang stellt klar, dass er das gesamte Team in die Pflicht nimmt. Inwiefern das HFC-Spiel also Auslöser einer personellen Rochade sein wird, ist noch nicht abzusehen. „Das muss ja auch machbar sein“, meint Hoßmang und verweist auf die dünne Personaldecke. Tobias Müller (doppelter Rippenbruch), Philipp Harant (Muskelfaserriss), Leon Bell Bell (muskuläre Probleme) sowie Dominik Ernst (Aufbautraining nach Außenknöchelbruch und Bänderriss), der sich zwar immer wieder an die Mannschaft rantastet, aber noch nicht voll belastbar ist, fehlen dem FCM weiterhin. „Das werden wir also erst nach dem Abschlusstraining am Freitag beantworten können“, so Hoßmang, „wer zur Verfügung steht, wie die Trainingseindrücke waren. Spätestens Samstag früh fällt dann die Entscheidung, welche erste Elf ins Rennen geht.“

Einer, der sich allerdings Chancen ausrechnen darf, dazuzugehören, ist Thore Jacobsen. Die Leihgabe vom SV Werder Bremen hat der FCM vergangene Woche erst reaktiviert und für eine weitere Saison an die Elbe gelotst. Während sein Einsatz gegen Halle noch zu früh gewesen wäre, ist Jacobsen in den Plänen des Trainerteams jetzt definitiv eine Option – gerade in der gebeutelten Defensive.

Hoßmang warnt vor Münchner Angriff

Und die wird in München auf eine harte Probe gestellt werden. Hoßmang warnt nämlich besonders vor den Stürmern der Löwen. Sascha Mölders und Stefan Lex stachen beim 3:1 gegen Meppen heraus. „Da müssen wir uns klug verhalten“, betont der FCM-Coach. Und sich von einem Rückschlag, „der im Fußball immer möglich ist“, nicht aus der Ruhe bringen lassen. So geschehen beim 0:1-Rückstand gegen Halle durch das Eigentor von Jürgen Gjasula. „Danach waren wir im Kopf nicht mehr frisch. Dass sich die Spieler einfach sagen: Was soll’s, weiter geht’s – das hat nicht funktioniert. Nur: Solche Dinge passieren und da müssen wir gegensteuern“, fordert Hoßmang.

Sein Eindruck, was das am vergangenen Sonntag erschwert haben könnte: „Mehrere Spieler kommen aus kleineren Vereinen, haben dann natürlich auch die Stille und Pfiffe im Stadion aufgrund unserer Leistung wahrgenommen“, sagt der Trainer. Und sich davon eventuell beeindrucken beziehungsweise verunsichern lassen. Insofern könnte das Geisterspiel in München ja ganz gelegen kommen.

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