Magdeburg l Die Dribblings von Franck Ribéry, die Schusstechnik von Arjen Robben – in seiner Zeit in der Jugend und der zweiten Mannschaft des FC Bayern München konnte Maximilian Franzke viel von den ehemaligen FCB-Stars annehmen. „Das waren immer Vorbilder. Ich habe sie bei der täglichen Arbeit gesehen und viel abgeschaut“, berichtet der Neuzugang des 1. FC Magdeburg.

Aber auch ein jetziger Profi des Rekordmeisters hat den 21-jährigen Außenspieler beeinflusst: Serge Gnabry. Und zwar in Sachen Ernährung. Denn Franzke ernährt sich aktuell so oft es geht vegan - wie auch Gnabry damals. „Ich habe ein paar Mal mit ihm darüber gesprochen“, sagt er. „Das Thema Ernährung finde ich sehr interessant. Ich versuche meine Leistung dadurch zu optimieren.“

Und der Verzicht auf tierische Produkte scheint beim beidfüßigen 1,84-Meter-Dribbler tatsächlich noch ein paar Prozentpunkte herauszuholen. Zumindest hinterließ der vom Zweitligisten FC St. Pauli ausgeliehene Offensivspieler in seiner ersten Trainingswoche einen bleibenden Eindruck. Coach Thomas Hoßmang ließ zwar offen, ob Franzke für den „Elb-Clásico“ bei Dynamo Dresden am Sonnabend um 14 Uhr eine Option ist, schwärmte aber über seinen neuen Mann: „So einen Spieler wie ihn hatten wir noch nicht. Er bewegt sich in engen Räumen sehr gut und kann sich im Eins-gegen-eins gut durchsetzen.“

Ziel: Möglichst viele Tore und Vorlagen

Der Coach hofft, dass der 21-Jährige diese Qualitäten nun zeigen wird. Und das ist auch der Anspruch von Franzke, der in seinem FCM-Jahr nicht nur Spielpraxis sammeln und sich selbst verbessern will, sondern dem Drittligisten nach dem Fehlstart auch helfen. „Ein Offensivspieler wird immer an Toren und Vorlagen gemessen. Mein Ziel ist es, möglichst viele davon zu sammeln“, bringt er viel Ehrgeiz mit.

Seine Stärken, die „Kreativität und die tiefen Laufwege“, wie er selbst sagt, will der gebürtige Münchner, der in der Offensive auf jeder Position spielen kann, sich aber am wohlsten als Rechtsaußen fühlt, nun für die Magdeburger unter Beweis stellen.

Nur ein Startelfeinsatz bei St. Pauli

Fakt ist jedoch auch: Er muss noch eine Schippe drauflegen. Denn bei St. Pauli brachte es Franzke seit seinem Wechsel nach Hamburg im Januar auf nur einen Startelfeinsatz für die Zweitliga-Mannschaft. Und in dieser Saison absolvierte er lediglich drei Spiele für die Reserve (Regionalliga Nord).

Auch ein Außenbandanriss zu Beginn der Vorsaison – neben einem Steißbeinbruch vor drei Jahren die einzige größere Verletzung von Franzke - hatte ihn in der vergangenen Saison zurückgeworfen, die zuvor fast bilderbuchmäßig verlief.

Als kleiner Junge hat er auf dem Dorf in Baierbrunn bei München mit dem Kicken angefangen. Das Talent lag dabei in der Familie, schon Vater und Onkel waren Fußballer. Früh folgte der Wechsel zu 1860 München und bereits mit elf Jahren der Schritt zum FC Bayern, bei dem er alle Jugendmannschaften durchlief. In der A-Jugend sammelte er sogar internationale Erfahrung, traf in der Uefa Youth League unter anderem auf die größten Talente von Ajax Amsterdam und Atletico Madrid. Der technisch versierte und schnelle Angreifer trainierte sogar öfter bei den Profis mit und hat aus dieser Zeit sehr viel mitgenommen.

Und sei es fußballerischer oder ernährungsspezifischer Natur – seine auch in jungen Jahren große Erfahrung will er nun schnellstmöglich auch in Magdeburg nutzen und dem Drittligisten helfen.