Magdeburg l Bereits vor dem Spiel war die Spannung auf den Rängen zu spüren. Beide Fanlager lieferten sich einen verbalen und lautstarken Zweikampf. Positiv: Es blieb vor dem Anpfiff im und um das Stadion friedlich.

Brégerie fehlt FCM verletzt

FCM-Trainer Jens Härtel wechselte im Vergleich zum 1:0 in Sandhausen einmal. Verletzungsbedingt war Romain Brégerie nicht dabei (Wadenprobleme). Für ihn durfte Christopher Handke von Beginn an ran. Nicht im Kader waren die angeschlagenen Michel Niemeyer (Oberschenkelprobleme) und Mergim Berisha (Adduktoren). Rico Preißinger fällt langfristig aus (Anbruch des Mittelfußes).

Kurios: Nach wenigen Sekunden musste das Spiel bereits unterbrochen werden, als Christian Beck den Ball bei einem Dynamo-Befreiungsschlag mit voller Wucht ins Gesicht bekam. Der Torjäger wurde kurz behandelt, konnte aber weiterspielen. Den Dresdenern war zu Beginn anzumerken, dass sie auch auswärts auf Sieg spielen wollen. Dieser Mut wurde schnell belohnt: In der 7. Minute ließ sich Steffen Schäfer im Laufduell von Moussa Koné düpieren. Der Dynamo-Stürmer lief auf FCM-Torhüter Alexander Brunst zu und verwandelte zur Gästeführung.  

FCM erkämpft Punkt gegen Dynamo Dresden

Der 1. FC Magdeburg hat gegen Dynamo Dresden nach einem 0:2-Rückstand noch 2:2 gespielt. Hier die Bilder zur spektakulären Partie.

  • Die FCM-Fans in Block U. Foto: Eroll Popova

    Die FCM-Fans in Block U. Foto: Eroll Popova

  • Die FCM-Fans in Block U. Foto: Eroll Popova

    Die FCM-Fans in Block U. Foto: Eroll Popova

  • Die FCM-Fans in Block U. Foto: Eroll Popova

    Die FCM-Fans in Block U. Foto: Eroll Popova

  • Rico Preißinger muss verletzt von der Tribüne aus zuschauen. Foto: Eroll Popova

    Rico Preißinger muss verletzt von der Tribüne aus zuschauen. Foto: Eroll Popova

  • Mergim Berisha muss von der Tribüne aus zuschauen. Foto: Eroll Popova

    Mergim Berisha muss von der Tribüne aus zuschauen. Foto: Eroll Popova

  • Moussa Kone trifft zum 0:1 für Dynamo Dresden. Nils Butzen und  FCM-Torwart Alexander Brunst haben das Nachsehen. Foto: Eroll Popova

    Moussa Kone trifft zum 0:1 für Dynamo Dresden. Nils Butzen und FCM-Torwart Alexander Brunst...

  • Nico Hammann. Foto: Eroll Popova

    Nico Hammann. Foto: Eroll Popova

  • FCM-Trainer Jens Härtel. Foto: Eroll Popova

    FCM-Trainer Jens Härtel. Foto: Eroll Popova

  • Die Choreo der FCM-Fans in Block U. Foto: Eroll Popova

    Die Choreo der FCM-Fans in Block U. Foto: Eroll Popova

  • Nils Butzen,  Aias Aosman und Marcel Costly. Foto: Eroll Popova

    Nils Butzen, Aias Aosman und Marcel Costly. Foto: Eroll Popova

  • Philip Türpitz und  Patrick Ebert im Zweikampf. Foto: Eroll Popova

    Philip Türpitz und Patrick Ebert im Zweikampf. Foto: Eroll Popova

  • Philip Türpitz. Foto: Eroll Popova

    Philip Türpitz. Foto: Eroll Popova

  • Aleksandar Ignjovski,  Dennis Erdmann und Haris Duljevic. Foto: Eroll Popova

    Aleksandar Ignjovski, Dennis Erdmann und Haris Duljevic. Foto: Eroll Popova

  • Patrick Ebert und Nico Hammann. Foto: Eroll Popova

    Patrick Ebert und Nico Hammann. Foto: Eroll Popova

  • Christian Beck,  Marco Hartmann und Markus Schubert. Foto: Eroll Popova

    Christian Beck, Marco Hartmann und Markus Schubert. Foto: Eroll Popova

  • Christopher Handke und Jasmin Fejzic. Foto: Eroll Popova

    Christopher Handke und Jasmin Fejzic. Foto: Eroll Popova

  • Christian Beck und  Markus Schubert. Foto: Eroll Popova

    Christian Beck und Markus Schubert. Foto: Eroll Popova

  • Dynamo-Trainer Maik Walpurgis,  Moussa Kone und FCM-Torwart Alexander Brunst. Foto: Eroll Popova

    Dynamo-Trainer Maik Walpurgis, Moussa Kone und FCM-Torwart Alexander Brunst. Foto: Eroll Popova

  • Maik Franz und Marius Bülter. Foto: Eroll Popova

    Maik Franz und Marius Bülter. Foto: Eroll Popova

  • Dennis Erdmann und Maik Franz. Foto: Eroll Popova

    Dennis Erdmann und Maik Franz. Foto: Eroll Popova

  • FCM-Trainer Jens Härtel. Foto: Eroll Popova

    FCM-Trainer Jens Härtel. Foto: Eroll Popova

Dynamo Dresden spielerisch stark

Der FCM versuchte zwar, über Ballbesitz die Spielkontrolle zu übernehmen, hatte aber wie so oft in dieser Saison das Problem, dass die ersten oder zweiten Pässe nicht ankamen. Dynamo agierte sehr diszipliniert und war physisch präsent. Außerdem verfügt Dresden über enorme spielerische Qualität. Diese spielten die Gäste in der 22. Minute aus, als Aias Aosman aufs FCM-Tor zulief. Er spielte Koné an, der den Ball kurz zu Aosman zurückprallen ließ. Der Dynamo-Zehner zielte genau und traf zum 2:0. Dieser schöne Spielzug zeigte, dass Dresden in der ersten Halbzeit nicht nur mehr von der Partie hatte, sondern vielmehr klar überlegen war.

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Ein erstes richtiges Offensiv-Lebenszeichen gab Nico Hammann mit einem Weitschuss nach einer halben Stunde. Ansonsten hatte der Club Probleme, gegen die dicht gestaffelte Defensive der Gäste Anspielstationen zu finden. Deshalb suchte die Härtel-Truppe häufig über Weitschüsse ihr Glück. Kurz vor der Halbzeit war es zweimal Nils Butzen, der durch seinen Offensivdrang für gute Aktionen sorgte, die allerdings im Endeffekt nichts einbrachten. Die zahlreichen Flankenversuchte machten aber Hoffnung für die zweite Hälfte.

Bülter beim FCM sofort mittendrin

In der Halbzeit reagierte Härtel und wechselte für Handke den Stürmer Marius Bülter ein. Bülter spielte im Dreiersturm links, Costly rückte nach rechts, Türpitz gab etwas zurückgezogen den Spielmacher. In der Defensive sicherten Schäfer und Dennis Erdmann ab. Bülter stand dann auch sofort im Mittelpunkt, als er eine Minute nach Wiederanpfiff frei vor dem Tor zum Abschluss kam, Dynamo-Torhüter Markus Schubert aber anschoss. Der FCM war sofort wieder im Spiel. Hammann leitete einen Freistoß quer zu Türpitz weiter, dessen Weitschuss Schubert vor Probleme stellte (48.).

Der Club hatte die Partie und Dynamo im Griff - nur der Torerfolg fehlte. Bülter wirbelte über die linke Seite, allein das Erfolgserlebnis fehlte ihm. Verdientermaßen verkürzte der FCM nach einer Stunde: Hammanns Freistoß flog in Richtung des langen Pfostens, dort stand Costly, der an den Ball kam. Über die Linie trug die Kugel allerdings Gästespieler Niklas Kreuzer, dem damit ein unglückliches Eigentor unterlief.

Dynamo trifft die Latte

Doch auch Dresden war nach vorne nicht untätig. Nach einem Konter und einer langen Flanke kam Koné frei zum Kopfball, der allerdings nur die Latte ankratzte (66.). Das Spiel ging auf beiden Seiten hin und her - es war jetzt ein richtig gutes Ostderby. Zwölf Minuten vor dem Abpfiff sorgten die FCM-Fans mit dem Abrennen von Pyrotechnik und dem Vorzeigen von erbeuteten Dynamo-Fahnen für eine völlig unnötige Provokation.

Verrückte Schlussphase

In der Schlussphase dieser intensiven Partie war beiden Mannschaften der Abnutzungskampf anzumerken. Magdeburg hatte den Ball, Dresden konterte gegen die weit aufgerückten Gastgeber. In den letzten Minuten wurde es dramatisch: Zunächst bekam Dynamo einen Elfmeter, als Rother den eingewechselten Patrick Möschl im Strafraum foulte. Koné knallte den Ball aber neben das Tor (90.). Im direkten Gegenzug war es dann der starke Bülter, der sich an der Strafraumgrenze ein Herz nahm, abzog und zum umjubelten Ausgleich traf (90.+1).

FCM: Brunst - Handke (46. Bülter), Erdmann, Schäfer - Rother, Ignjovski (73. Lohkemper) - Butzen (77. Weil), Hammann - Türpitz, Beck, Costly.

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