Duisburg l Mit dem 2:1 (0:1)-Sieg beim MSV Duisburg hat der 1. FC Magdeburg  für einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 3. Liga gesogt. Erstmals seit Mitte Oktober stehen die Magdeburger wieder auf einem Nichtabstiegsplatz und haben mit dem ersten Sieg gegen Duisburg überhaupt einen weiteren Konkurrenten in die Schranken gewiesen. Beim zweiten Sieg in Folge, was erstmals seit November 2019 gelang, ließ sich der FCM auch vom Rückstand durch Ahmet Engin (22.) nicht aufhalten. In der zweiten Hälfte drehten Nico Granatowski (55.) und der eingewechselte Leon Bell Bell (76.) das Spiel.

Dass die Magdeburger mit dem 2:0-Sieg in Unterhaching zuletzt Selbstbewusstsein getankt hatten, stellten sie in Duisburg von Beginn an unter Beweis. Sofort suchten die Gäste in in unveränderter Startformation den Weg nach vorn und hatten durch Daniel Steininger in der Anfangsphase gleich drei Chancen.

Zunächst war ein Schuss von ihm aus gut 20 Metern zu platziert und kein Problem für MSV-Torwart Leo Weinkauf (2.). Das galt auch bei seiner Kopfballchance nach einer Flanke von Alexander Bittroff, als der 25-jährige Stürmer völlig frei am Fünfmeterraum stand, aber keinen Druck hinter die Kugel bekam (6.). Drei Minuten später war Steininger nach gutem Zuspiel von Saliou Sané dann schon am Keeper vorbei, doch der Winkel wurde zu spitz.

Auch wenn die Duisburger nach einer Ecke auch eine erste gute Chance durch Dominik Schmidt hatten (12.), gab der FCM im Kellerduell zunächst ganz klar den Ton an und kombinierte sich vor allem über die rechte Seite immer wieder nach vorn. Thore Jacobsen scheiterte bei der nächsten guten Chance aus der Distanz (16.).

Umso mehr wurde das Spiel mit dem ersten Treffer des Tages dann komplett aus den Kopf gestellt. Beim FCM passte einmal die Zuordnung in der Defensive nicht, womit Ahmet Engin frei durch war, vor dem Tor eiskalt blieb und zum 1:0 für Duisburger einschob (22.).

Der Schwung der Magdeburger ging nach dem Rückstand verloren. Sebastian Jakubiak setzte mit einem Distanzschuss dann zuminidest mal wieder ein offensives Lebenszeichen – doch wieder kein Problem für Weinkauf (37.). Auf der anderen Seite hatten die Magdeburger bis zur Pause Glück, dass der MSV seine Konter nicht zielstrebig genug ausspielte.

Auch im zweiten Durchgang ließ der FCM dem Gastgeber zunächst zu viele Räume, was zu einer guten Chance führte. Doch Morten Behrens parierte stark gegen Arne Sicker (49.). Auf der anderen Seite kam die Hoßmang-Elf mit der ersten Chance im zweiten Durchgang zum Ausgleich. Nico Granatowski erzielte das 1:1 (55.). Ernst leitete das Tor selbst mit einem Ballgewinn ein, bekam die Kugel anschließend von Sané und legte sie nochmal für Granatowski quer, der den Ball ins leere Tor schob.

Und diesen Schwung nutzte der Gast und ging mit der nächsten Chance in Führung. Wieder waren es die beiden Neuzugänge Granatowski und Sané, die im MSV-Strafraum gut harmonierten. Letztlich legte der 28-jährige Stürmer für den eingewechselten Leon Bell Bell quer, der den Ball über die Linie drückte (76.).

Der FCM verteidigte anschließend stark und rettete das knappe Ergebnis über die Zeit. Damit verbessert sich die Hoßmang-Elf im Tableau auf den 16. Rang.