Magdeburg l Tarek Chahed blickt beim 1. FC Magdeburg bisher auf eine bittere Saison zurück. Nachdem er zu Beginn formbedingt einige Wochen nicht zum Zug kam, kämpfte er sich langsam wieder an die Mannschaft heran und war auf einem guten Weg. Doch dann verletzte sich der 21-Jährige schwer.

Am 14. November zog sich er einen Außenbandriss im rechten Knie zu. „Zunächst hatte ich gehofft, dass es nicht so schlimm ist. Ich konnte zunächst auch aufstehen und wollte wieder trainieren. Doch auf dem Weg in die Kabine habe ich gemerkt, dass das Knie immer zur Seite knickt“, sagt er. Eine MRT-Untersuchung brachte Gewissheit, am 28. November wurde er in Bad Griesbach bei Passau operiert. „Als mir der Arzt sagte, dass ich vier bis fünf Monate ausfalle, war das schon hart. Die erste Zeit nach der Operation war schwierig. Ich habe mir viele, vielleicht zu viele Gedanken gemacht. Es war deshalb gut, dass ich bei meiner Familie in Berlin war, die mich unterstützt hat“, gibt der gebürtige Berliner zu.

Zuspruch von Kollegen

Die Saison, die für ihn eigentlich gerade so richtig beginnen sollte, war auf einen Schlag gelaufen. „Gespräche mit Spielern aus der Mannschaft, die ähnlich schwere Verletzungen hatten, haben mir auch geholfen. Ich habe mich mit Felix Schiller, Tobias Schwede und Michel Niemeyer unterhalten. Alle haben mir gesagt, dass ich die Reha nutzen muss, um dann noch stärker wiederzukommen.“

Diesen Plan verfolgt er intensiv. Jeden Tag arbeitet er in seiner Heimatstadt momentan rund drei Stunden an der Rückkehr. Dabei stehen Stabilisationsübungen, leichtes Kraft- und Lauftraining sowie Physiotherapie auf dem Programm. „Anfangs war es noch schwierig, mittlerweile mache ich hinter jeden Tag einen Haken. Endlich geht es bergauf“, sagt er. „Ich will natürlich so schnell wie möglich wieder fit sein und zur Mannschaft, realistisch ist aber, dass ich mit dem Vorbereitungsstart zur neuen Saison wieder bei 100 Prozent bin.“

Nächste Rehastation wartet

Am Montag geht es zur nächsten Rehaphase nach Donaustauf bei Regensburg. „Dort bin ich zwei bis drei Wochen und will die Basis für die Zeit danach schaffen. Dann kehrte ich nach Magdeburg zurück und arbeite mit Athletiktrainer Dirk Keller weiter“, so Chahed. Auf die berüchtigten Treppenläufe von Keller freut er sich sogar. „Ich weiß ja, dass mich diese Übungen wieder näher an die Mannschaft bringen. Deshalb nehme ich das gerne in Kauf.“

Seit der Verletzung hat Chahed seine Ernährung etwas umgestellt. „Ich esse häufiger vegan. Das ist gut für den Stoffwechsel. Ich verzichte aber nicht komplett auf Fleisch, sondern möchte mich einfach ausgewogener ernähren“, betont er.

Ein Hintertürchen für eine frühere Rückkehr lässt er sich aber noch offen: „Der Heilungsprozess verläuft momentan optimal. Vielleicht schaffe ich es zumindest, noch bei zwei, drei Spielen in dieser Saison im Kader zu sein.“ Um dann vielleicht den angestrebten Zweitliga-Aufstieg im FCM-Trikot zu feiern.

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