München l Für den FCM ging es nach sieben Spielen ohne Sieg darum, den Abwärtstrend zu stoppen. Anthony Roczen feierte sein Startelf-Debüt - er spielte für Kapitän Christian Beck.

Tore

1:0 Aaron Berzel (33.): Nach einer Ecke von Stefan Lex kam der Ball zum Ex-Magdeburger Dennis Erdmann. Der Innenverteidiger verlängerte auf seinen Defensivkollegen Berzel, der nur noch einköpfen musste.

1:1 Jürgen Gjasula (60., Foulelfmeter): Sören Bertram wurde im Strafraum von Löwen-Keeper Marco Hiller gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Gjasula souverän.

Aufstellung

FCM: Behrens - Müller, Gjasula, Koglin - Rother (46. Conteh), Jacobsen - Chahed, Costly - Preißinger - Roczen (46. Beck), Bertram (86. Möschl).

Taktik

FCM-Trainer Claus-Dieter Wollitz wechselte im Verlgeich zum 1:1 gegen Chemnitz zweimal. Für Kapitän Christian Beck und Timo Perthel liefen anfangs Anthony Roczen und Thore Jacobsen auf. Auch taktisch gab es eine Veränderung - der Coach wich vom zuvor etablierten 4-1-4-1 ab und ertraute diesmal einem 3-5-2.

Spielverlauf

1. Halbzeit: Die Partie war von Beginn an wie erwartet sehr umkämpft. Der FCM brauchte ein paar Minuten, um sich im neuen 3-5-2-System zurechtzufinden. So hatte der neue Abwehrchef Jürgen Gjasula eine erste Unsicherheit, als er den Ball klären wollte (3.). Die Löwen versuchten, den Club früh zu stören. Die Gäste hatten deshalb zunächst Probleme, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. In der 16. Minute hatte der Club dann aber doch die erste Chance: Nachdem Tim Rieder Rico Preißinger gefoult hatte bekamen die Gäste einen freistoß zugesprochen, den Jürgen Gjasula aber in die Mauer schoss.

Gerade in dem Moment, als sich der FCM ein bisschen befreit hatte, kamen die Löwen nach einer Ecke zum Führungstreffer (33.). Die Unzufriedenheit war bei den Gästen greifbar, immer wieder beschwerten sich einzelne Spieler. Der Club versuchte, Struktur ins Spiel zu bekommen - hatte dabei allerdings große Mühe.

2. Halbzeit: In der Pause wechselte Wollitz zweimal: Für Björn Rother und Anthony Roczen kamen Sirlord Conteh und Christian Beck. Die erste Gelegenheit hatten auch die Gäste: Der Freistoß von Gjasula ging nur knapp am Löwen-Tor vorbei (51.). Conteh führte sich nach einem Foul dann auch gleich mit einer Gelben Karte ein (53.). Fast aus dem Nicht kam der FCM dann zum Ausgleich. Nach einem Foul im Strafraum an Bertram verwandelte Gjasula souverän den fälligen Elfmeter (60.).

Jetzt wurde es hektisch: Sechs Minuten nach dem Elfmeter hatte Christian Beck die Riesenchance zur Führung - als er aus stark abseitsverdächtiger Position alleine auf Torhüter Hiller zulief, aber vorbeilupfte. Kurz danach große Aufregung im Magdeburger Strafraum: Jürgen Gjasula nahm den Ball an, die Löwen hatten ein Handspiel gesehen. Der ziemlich überforderte Schiedsrichter Tobias Fritsch konnte sich nicht so richtig entscheiden, ließ am Ende weiterlaufen (71.). An der Seitenlinie gab es unterdessen eine Rudelbildung vor den Trainerbänken.

In der 77. Minute der nächste Riese für den FCM: Nach einer Chahed-Flanke köpfte Costly aus guter Position vorbei. Doch der Club wollte einfach nicht das Tor treffen: Sirlord Conteh scheiterte zweimal völlig frei an Hiller (83./84.). In der Nachspielzeit rettete Behrens dann noch mal gegen Sascha Mölders.

Fazit

Nach einer schwachen ersten Hälfte kämpfte sich der FCM in die Partie, zeigte eine viel bessere Körpersprache. Aufgrund der Vielzahl der Chancen hätte sich der Club den Sieg auch mehr als verdient gehabt. Allerdings versagten den Spielern die Nerven.

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