Magdeburg l Das Telefon von Maik Franz stand am Montag kaum still. Der Sportchef des 1. FC Magdeburg musste alles rund um die erste Trainingseinheit der Mannschaft seit mehr als zwei Monaten vorbereiten.

Stadt erteilt Erlaubnis

Am Montag erteilte die Stadt Magdeburg dem FCM die Erlaubnis, in Kleingruppen wieder auf den Trainingsplatz zurückzukehren. „Wir halten uns an die behördlichen Verfügungen. Deshalb nehmen wir die Möglichkeit natürlich wahr und gehen wieder auf den Trainingsplatz. Positiv ist, dass die Jungs wieder ein Gefühl für den Ball bekommen“, sagt der Sportchef.

Gemeinsam mit dem Trainerteam organisierte Franz gestern unter anderem, welche Spieler in welchen Gruppen auf dem Platz stehen. „Vier Spieler und ein Trainer bilden jeweils eine Gruppe, die dann auch immer gleich bleiben muss“, erklärt der Ex-Profi. Und: „Es muss zwingend ein Abstand von 1,50 Metern eingehalten werden.“ Spielformen, wie sie die Mannschaft sonst gewohnt waren, sind dadurch natürlich kaum machbar.

Durch die festen Gruppen soll im Falle vereinzelter Corona-Infektion verhindert werden, dass die gesamte Mannschaft in Quarantäne muss. Dieser Plan funktioniert allerdings nur im Kleingruppentraining.

Sobald die Mannschaft gemeinsam auf dem Platz steht, gilt die Quarantäne-Regel für das gesamte Team. Am vergangenen Wochenende traf dies den Zweitligisten Dynamo Dresden, nachdem zwei Spieler positiv getestet wurden.

Neuer Alltag in der Corona-Krise

In der Corona-Krise läuft der Trainingsalltag aber sowieso anders als gewohnt. Die FCM-Spieler werden am Dienstag mit dem Auto direkt zum Trainingsplatz fahren und dann auf den Rasen gehen. „Die MDCC-Arena ist gesperrt, die Kabinen dürfen wir deshalb nicht benutzen“, sagt Franz. „Es war deshalb jetzt wichtig, die Voraussetzungen für die besondere Situation zu schaffen.“

Heißt: Der Sportchef hat sich neben der Gruppeneinteilung auch mit darum gekümmert, dass die erforderlichen Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

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