Magdeburg l Ja, bekräftigt Thomas Hoßmang, es mache ihm immer noch Spaß, Tag für Tag mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Obwohl „vieles auf ihn einprasselt“, ist der Trainer des 1. FC Magdeburg überzeugt, dass er und sein Team das hinbekommen. Nämlich: „Das Ding in die richtige Richtung zu drehen.“ Dem FCM zu genau den Erfolgserlebnissen zu verhelfen, die der Club als Tabellenletzter der 3. Liga so dringend braucht.

Doch mittlerweile kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass das Spiel am Samstag gegen Bayern München II (14 Uhr) ein echtes Schicksalsspiel für Hoßmang sein wird. FCM-Präsident Peter Fechner bestätigte gegenüber der „Bild“, dass „man über weitere Lösungsansätze reden muss“, sollte das Spiel verloren gehen. Hoßmang erwidert: „Das gehört zum Job dazu. Ich wusste im Vorfeld, dass ich im Fokus stehe, wenn die Ergebnisse nicht kommen.“

Mannheim-Partie macht Mut

Bei langen Spaziergängen versuche er, in diesen Tagen den Kopf freizukriegen. Letzte Chance hin oder her – „ich beschäftigte mich mit dem Thema nicht. Meine volle Konzentration liegt auf Bayern II. Das ist im Moment das Wichtigste. Alles andere ist nicht relevant.“

Doch was macht dem Coach gerade in dieser Situation Mut? „Die 70 Minuten von letzter Woche sprechen für uns“, meint Hoßmang. Bis dahin habe sich seine Mannschaft an den vorgegebenen Plan gehalten, sei gegen Mannheim (2:5) couragiert und mit guter Moral aufgetreten. Allerdings: „Verkehrte Entscheidungen“ und, dass man nach dem 2:3 „nicht mehr so fokussiert war“, läuteten die Niederlage ein. „Die Spieler waren vom Kopf her nach der Partie richtig kaputt. Wir haben ihnen deshalb zwei Tage frei gegeben“, erzählt der Trainer.

Unter diesen Voraussetzungen scheint es schwer, sich an der Partie hochzuziehen. Allerdings hat der FCM keine Alternativen. „Viele gute Szenen“ hat Hoßmang deshalb aus dem Waldhof-Spiel herausgenommen und den Profis gezeigt. Aufbauarbeit für den Kopf sozusagen.

Zeit läuft gegen Hoßmang

Hoßmang kommt so trotz der beiden letzten Niederlagen zu dem Schluss: „Man sieht, dass bei unserem Spiel ein Plan und eine klare Idee dahinterstecken.“ Nur weiß er auch, dass der Faktor Zeit ihm nicht in die Karten spielt. Acht Spieltage, vier Punkte, nur ein Heimsieg: „Man braucht immer Zeit. Kriegt man die Zeit?“, fragt Hoßmang mit Blick auf die Entwicklung seines Teams. Ein klares Ja wird er auf diese Frage nicht zu hören bekommen.

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