Magdeburg l Der 1. FC Magdeburg befindet sich im gefühlten Endspiel-Modus. Nach dem 2:0-Sieg gegen den direkten Mitkonkurrenten Karlsruhe tritt das Team am Freitag (19 Uhr) beim Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden an.

Mit einem Sieg könnte der Club den Vorsprung auf acht Punkte ausbauen – und hat zudem noch das Nachholspiel am kommenden Dienstag (19 Uhr) in Jena in der Hinterhand. Von einer möglichen Vorentscheidung im Aufstiegskampf bei einem Sieg will FCM-Trainer Jens Härtel aber nichts wissen. „Wir sind nur auf das Wiesbaden-Spiel fokussiert. Wir wissen, dass es dauern kann, bis man wieder in die Spur kommt, wenn man nur ein bisschen nachlässt. Das wäre fahrlässig“, sagt er. „Wir wollen das Maximale aus Wiesbaden mitnehmen. Welche Konstellationen es danach gibt, interessiert uns jetzt noch überhaupt nicht.“

Wiesbaden ist offensivstark

Auch die Ausfälle der gesperrten Robert Andrich und Simon Brandstetter würden nicht sonderlich ins Gewicht fallen. „Es ist doch wie bei uns. Wenn Spieler ausfallen, rücken andere nach, die ihre Sache auch gut machen wollen. Wiesbaden hat viel Qualität im Kader“, so Härtel.

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Vor allem ist der Tabellendritte offensivstark. In 33 Partien erzielte die Mannschaft 69 Treffer. „Sie sind im Umschaltspiel und bei Standards immer gefährlich“, betont der Trainer. Wie gegen Karlsruhe gelte es, die richtige Balance zu finden. „Wiesbaden hat nach drei Pflichtspielniederlagen in Folge keine einfache Phase. Eine Niederlage hat aber den Vorteil, dass man jeden Stein umdreht und viel hinterfragt. Wie ich Trainer Rüdiger Rehm kenne, wird er seine Mannschaft extrem heiß machen und sie werden von Anfang an Gas geben“, versichert Härtel. „Wir müssen gut vorbereitet sein und dürfen nicht hektisch werden. Vor allem müssen wir in jeden Zweikampf gehen, als ob es der letzte wäre.“

Personelle Lage ist entspannt

Diese Mentalität habe sein Team zuletzt besonders gut an den Tag gelegt. „Es geht in dieser Saisonphase jetzt um alles. Das haben die Jungs bisher hervorragend gemacht und sind häufig über den Punkt hinausgegangen. Tobias Schwede zum Beispiel war während des KSC-Spiels weiß im Gesicht, er hatte alle Körner herausgepresst. Das ist eine gute Basis“, lobt Härtel.

Personell hat sich die Lage beim Club wieder etwas entspannt. Mit Felix Schiller und Richard Weil sind zwei Spieler ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. „Felix wird noch etwas brauchen, auch wenn er bereits einen guten Eindruck hinterlassen hat. Richard könnte wohl auflaufen“, sagt Härtel. Weiterhin nicht mit dabei sind Gerrit Müller, Tarek Chahed, Michel Niemeyer und Julius Düker.