Magdeburg l Sören Bertram war am Sonnabend nicht zu halten. Ein Sprung, ein Jubel: Der 29-Jährige hatte mit einem Freistoß in der 41. Minute den Drittligisten 1. FC Magdeburg in Führung gebracht. Doch der Jubel hielt nur bis zur 54. Minute. Mit einem Eigentor sorgte Tobias Müller für das 1:1 im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen. Und damit für den Endstand.

Taktik und Personal

Wie in der letzten Partie des alten Jahres hat Thomas Hoßmang erneut einem 4-2-3-1 vertraut. Und im Vergleich zum damaligen 1:1 in Lübeck  nur eine personelle Änderung vorgenommen. Sirlord Conteh rückte für Daniel Steiniger ins Zentrum direkt hinter die einzige Spitze Christian Beck, dafür besetzte Sören Bertram die rechte Außenbahn.

Von den beiden Neuzugängen, die Anfang der Woche verpflichtet wurden, gehörte nur Saliou Sané zum Kader. Für Baris Atik kam ein Einsatz nach einem halben Jahre ohne Spielpraxis noch zu früh.

1. Halbzeit

Beide Mannschaften waren zunächst um Ball- und Spielkontrolle bemüht. Beide Mannschaften fanden nur langsam den Zug zum Tor. Ansätze von Kombinationen endeten oft mit dem Verlust des zweiten Balls. Bei Flanken fehlte die Präzision. Jedoch: Uerdingen wirkte zunehmend gefährlicher, ohne sich jedoch die große Chance zu erarbeiten. Dagegen erarbeiten sich beide Teams jede Menge Standards.

Und eben einen dieser Standards nutzte Sören Bertram nach 41 Minuten zum 1:0, als er den Ball zentral aus 18 Metern versenkte. Es war der zweite Schuss der Magdeburger auf das gegnerische Gehäuse, nachdem sich Alexander Bittroff nach sieben Minuten aus halblinker Position versucht hatte.

2. Halbzeit

Unheimloch engagierte Gäste kamen zurück aus der Kabine und zündeten den Offensivturbo: Der FCM stand sofort unter Druck - und hielt diesem nicht stand. Erst parierte Keeper Morten Behrens noch stark gegen Heinz Mörschel (52.). Doch nur zwei Minuten später verlor Conteh erst einen Zweikampf gegen Gino Fechner, nach dessen Eingabe spitzelte Innenverteidiger Tobias Müller das Leder unglücklich ins eigene Netz.

Mit Einsatz und Laufbereitschaft konnte der sich der FCM vom Druck befreien und suchte selbst wieder den Weg in die Offensive. Trainer Hoßmang brachte in der 69. Minuten Neuzugang Saliou Sané für Kapitän Beck. Der lange verletzte Leon Bell Bell ersetzte fünf Minuten später Bertram. Die besseren Aktionen hatten aber weiterhin die Gäste: wie durch einen Schuss Gustav Marcusson oder einen Kopfball von Edvinas Girdvainas, der in der 78. Minute jedoch wegen Ballwegschlagens mit Gelb-Rot den Platz vorzeitig verlassen musste.

Uerdingen zog sich sogleich zurück, wollte den einen Punkt absichern. Die Partie verlagerte sich in die Gästehälfte, der FCM suchte die Schnittstelle  fand sie aber nicht. Bittroff nahm sich mal ein Herz, verpasste aber mit seinem Schuss aus der Distanz das Tor. Letztlich blieb es beim 1:1.