Magdeburg l Per Videobotschaft wendete sich am Mittwoch Dominik Ernst an die Fans, thematisierte über die FCM-Kanäle den gemeinschaftlichen Rückzug aus der Öffentlichkeit. „Der Grund ist nicht, dass wir jetzt gar nichts mehr sagen wollen, der Fokus liegt einfach komplett auf dem nächsten Spiel.“ Danach folgte noch ein Appell: „Wir wollen zusammen da rauskommen. Es ist ganz wichtig, dass wir euch an unserer Seite haben.“

Die Unterstützung von außen ist ein Faktor, der den FCM antreiben kann. Allerdings zeigen nach acht Spieltagen die nackten Zahlen, dass der Hebel vorrangig auf dem Spielfeld umgelegt werden muss.

1 Treffer

geht beim 1. FC Magdeburg bislang auf das Konto eines nominellen Stürmers. Nämlich auf jenes von Kai Brünker, der beim 2:0-Sieg gegen Türkgücü München traf. Christian Beck ist in der neuen Spielzeit überhaupt noch nicht angekommen. Zum einen liegt das am ineffizienten Umgang mit den Möglichkeiten. Zum anderen aber auch daran, dass es die Blau-Weißen bislang einfach nicht schaffen, ihre Offensiv-Akteure mit spielerischem Einfallsreichtum in Szene zu setzen.

Ein weiteres Indiz hierfür: In einem Drittel der Fälle benötigte der FCM im Vorfeld einen Freistoß, um zum Torerfolg zu kommen. Doch es gibt positive Signale: Maximilian Franzke deutete sein Potenzial an und auch Florian Kath ist einsatzbereit, könnte in dieser Hinsicht eine Option sein.

Für die restlichen fünf Magdeburger Tore – das insgesamt siebente ist ein Eigentor des Mannheimers Marcel Seegert – zeichnen die Mittelfeld-Akteure Raphael Obermair (2) und Andreas Müller (2) sowie Abwehrspieler Korbinian Burger (1) verantwortlich.

9 Gegentore

von insgesamt 16 musste der FCM in der zweiten Halbzeit einstecken. Blickt man auf alle acht Partien, wirkt das aufs Erste wenig auffällig. Denn sieben Treffer kassierte der Club somit in der ersten Spielhälfte – der Unterschied ist marginal.

Aber: Der Trend, der sich anhand der letzten drei Partien andeutet, zeigt klar in Richtung zweite Halbzeit. Da kassierte der FCM nämlich gleich sieben der anfangs erwähnten neun Gegentore. Eine mögliche Erklärung dafür könnten durchaus Probleme im athletischen Bereich sein. Oft wirkten die Spieler nach 70 Minuten völlig ausgepumpt. Ebenfalls interessant: Sechs der Gegentore fielen nach Ecken oder Freistößen. Hier passt die Zuordnung nicht.

Und ligaweit werden die 16 Gegentore tatsächlich nur vom SV Meppen getoppt, der in dieser Spielzeit schon 17 hinnehmen musste.

0,5 Punkte pro Spiel

hat der FCM unter Trainer Thomas Hoßmang in dieser Saison bislang geholt. Das ist im Vergleich zu allen anderen Coaches der 3. Liga der schlechteste Wert. Einzig Boris Schommers vom 1. FC Kaiserslautern blieb sogar punktlos, ist aber mittlerweile auch nicht mehr im Amt. Zum Vergleich ein Blick auf die ehemaligen FCM-Trainer: Auf einen Topwert kommt Jens Härtel, der mit dem Tabellenzweiten Hansa Rostock im Schnitt 1,88 Punkte pro Spiel holt. Stefan Krämer kommt mit dem KFC Uerdingen auf 1,38 Zähler pro Partie.

Die Luft für Hoßmang wird immer dünner. So könnte die anstehende Partie gegen Bayern München II am Sonnabend durchaus ein Schicksalsspiel für den Trainer sein.

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