Magdeburg l Claus-Dieter Wollitz versuchte am Donnerstag mit dem einen oder anderen Späßchen die Stimmung etwas aufzulockern. Doch auch dem Trainer des 1. FC Magdeburg war die Anspannung ins Gesicht geschrieben.

Kein Wunder: Das Ostderby gegen den Tabellenletzten Jena ist für den Club richtungsweisend, eine Mission Pflichtsieg. Denn nur mit einem Dreier kann sich der FCM im Tabellenkeller etwas Luft verschaffen. „Wir haben die Überzeugung, diesen ersten Sieg jetzt einzufahren“, betont Wollitz.

Preißinger sieht spielerische Fortschritte

Es wäre der erste Dreier seit dem 2:1 in Großaspach am 30. November. Die Mannschaft wartet bereits seit acht Partien auf ein Erfolgserlebnis. Und die Spieler sind sich der Drucksituation durchaus bewusst. „Wir können die Tabelle natürlich auch lesen. Wir haben lange nicht mehr gewonnen, wollen aber das Positive aus den vergangenen Partien herausziehen“, sagt Rico Preißinger.

Was er meint: Der FCM erspielte sich gerade in der zweiten Halbzeit beim 1:1 zuletzt in München zahlreiche Chancen. „Es sollte uns Mut machen, dass wir spielerisch einige Schritte nach vorne gemacht haben“, versichert Preißinger. Aber: „Wir wissen natürlich auch, dass die Dinger irgendwann mal ins Tor müssen.“

Jena-Spiel als Schlüsselmoment?

Das Jena-Spiel könnte in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schlüsselmoment für die restliche Saison sein. Bei einem Sieg hätte der FCM schließlich den Negativtrend vorerst gestoppt, könnte wertvolles Selbstvertrauen tanken. Das gilt übrigens auch für die Offensivspieler Christian Beck und Sirlord Conteh, die zuletzt zwar Abschlusspech hatten, aber immerhin Torgefahr ausstrahlten.

Wollitz deutete deshalb an, dass das Duo wohl auch gegen Jena eine Bewährungschance erhält und in einem 3-5-2-System gemeinsam auflaufen wird: „Ich bin davon überzeugt, dass dieses Tandem Zukunft hat. Beide ergänzen sich sehr gut. Sirlord ist schnell, schafft Räume, bindet Spieler. Christian ist hingegen ein Strafraumstürmer.“

Hinter den beiden Spitzen wird wohl erneut Rico Preißinger den Vorzug vor Spielmacher Mario Kvesic bekommen. Der 23-Jährige hat den Vorteil, als Zehner, Achter oder Sechser flexibel agieren zu können. Deshalb kann er problemlos bei einer Systemumstellung auf dem Platz bleiben. Das war auch in München so, als er im Verlauf der Partie auf drei verschiedenen Positionen zu finden war. „Ich habe keine besondere Vorliebe, kann im zentralen Mittelfeld die Position einnehmen, die der Mannschaft am besten hilft“, sagt Preißinger.

FCM will von Beginn an Druck machen

Gerade zu Hause will der FCM den Gegner am Sonnabend von Beginn an unter Druck setzen. „Darauf wird Jena ganz sicher reagieren und Fehler machen“, sagt Preißinger, der aber auch weiß: „Wir müssen endlich mal wieder in Führung gehen, damit wir unser Spiel aufziehen können. Das ist uns in den vergangenen Wochen viel zu selten gelungen.“

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