Magdeburg l Die Abläufe von Jürgen Gjasula und seinen Teamkollegen beim 1. FC Magdeburg sind momentan immer gleich. Der Alltag besteht aus Training, Essen, Kraftübungen, Massagen und Schlafen. Aufgrund der enormen Belastungen seit dem Neustart bleibt für sonstige Aktivitäten keine Zeit. „Ich denke, dass wir uns gut reingebissen haben. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft zusammenstehen und uns gegenseitig motivieren“, betont Gjasula.

Top-Rückrundenteam in Magdeburg zu Gast

Das wird sicherlich ganz besonders am Sonnabend (14 Uhr) im Heimspiel gegen Bayern München II gefordert sein. Die Talente des Deutschen Meisters haben nämlich einen Riesenlauf, sind mittlerweile sogar Tabellenführer. In der Rückrunde holte das Team aus 14 Spielen 35 Punkte, ist damit klar die Nummer eins. Außerdem kassierte der talentierte Nachwuchs im Jahr 2020 erst eine Niederlage – beim 0:1 in Chemnitz am 24. Februar.

Trotz dieser beeindruckenden Zahlen sieht Gjasula in der klaren Außenseiter-Rolle des FCM auch eine Chance: „Es wird sicherlich ein schweres Spiel. Wir wollen aber defensiv gut stehen, unsere Zweikämpfe gewinnen und den Bayern wehtun. Ich bin davon überzeugt, dass wir unsere Möglichkeiten bekommen werden.“

Gjasula und der entscheidende Pass

Die Hoffnungen ruhen dabei auch auf den erfahrenen Deutsch-Albaner. Mit seiner Ballsicherheit und seinen gezielten, langen Pässen kann er nämlich schnelle Konter einleiten. Da die jungen Bayern-Spieler traditionell sehr offensiv auftreten, steht auch die Abwehr häufig hoch. „Dadurch können sich für uns Räume ergeben, die wir nutzen müssen“, fordert Gjasula.

Dass es dem FCM sicherlich entgegenkommen würde, das Spiel nicht in die eigene Hand nehmen zu müssen, wurde zuletzt beim 1:1 in Halle deutlich, als der Club in der zweiten Hälfte in Überzahl zwar viel Ballbesitz, aber kaum Torchancen hatte. „Schon in der Vorrunde hatten wir gegen tief stehende Gegner Probleme“, ärgert sich Gjasula.

Bayern enorm offensivstark

Auch wenn Magdeburg der offensive Stil des kommenden Gegners liegen könnte: Allzu viele Gelegenheiten sollte der Club nicht vergeben. Wenn nämlich die Angriffsmaschine der Münchner erstmal richtig auf Temperatur kommt, kann es unangenehm werden. Das bekam zuletzt der SV Meppen beim 1:5 zu spüren.

„Die Bayern-Reserve hat viele junge Talente in seinen Reihen, die befreit aufspielen können. Wir müssen deshalb effizient sein. Der Trainer wird uns aber gut einstellen“, versichert der Defensiv-Allrounder.

Gjasula lobt Coach Hoßmang

Vom neuen FCM-Coach Thomas Hoßmang hat Gjasula einen guten ersten Eindruck: „Nach dem schwachen Rostock-Spiel waren wir sehr niedergeschlagen. Er hat viel mit uns gesprochen, hat uns aufgebaut. Die Bilanz von vier Punkten aus zwei Spielen ist ordentlich. Wir wollen jetzt aber nicht nachlassen, unbedingt den Klassenerhalt klarmachen.“

Hierfür gilt es, sich weiterhin nur auf das Wesentliche zu konzentrieren. „Wir sind sehr professionell. Viele Spieler sind vor dem Training schon am Stadion, machen Stabilisations- und Kraftübungen“, betont Gjasula. Und: „Ich fühle mich trotz der Belastung richtig gut, habe keine Probleme und bin bereit.“

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