Magdeburg l Die Duelle mit Rot-Weiß Erfurt sind für FCM-Stürmer Christian Beck alles andere als Liga-Alltag. Das ist auch am Sonnabend (14 Uhr, live im MDR) im Heimspiel in der MDCC-Arena so. Der 29-Jährige wurde in Erfurt geboren, durchlief sämtliche Jugendmannschaften und war dann auch bis 2010 für die Drittligamannschaft aktiv. „Ich freue mich riesig auf dieses Spiel. Rot-Weiß Erfurt ist mein Heimatverein und es wäre schön, wenn wir gewinnen und ich ein Tor machen würde“, sagt Beck.

Beck trifft nicht wie gewohnt

Im Jahr 2017 läuft es für den Offensivspieler noch nicht rund. In der Rückrunde erzielte er bisher erst einen Treffer – insgesamt sind es immerhin elf. Beck betont aber, dass ihm drei Punkte für den FCM wichtiger sind als persönliche Erfolgserlebnisse. „Mir wäre es auch recht, wenn Richard Weil in der vierten Minute der Nachspielzeit per Elfmeter das 1:0 erzielt“, sagt Beck.

Für den Magdeburger Torjäger wird das Ost-Derby gegen Erfurt auch ein Wiedersehen mit alten Weggefährten sein: „Ich kenne Carsten Kammlott und Co-Trainer Ronny Hebestreit sehr gut. Mit ihnen habe ich auch noch regelmäßig Kontakt.“

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Mit Kammlott in der WG

Kammlott, mit zehn Treffern erfolgreichster Erfurter Torjäger, geht es ähnlich wie Beck. Seit Ende Februar wartet der 27-Jährige auf ein Tor. Dass das auch weiterhin so bleibt, hofft FCM-Verteidiger Christopher Handke, der ebenfalls in der Jugend und dann von 2008 bis 2011 bei den Männern in Erfurt spielte. Zu dieser Zeit war Kammlott nicht nur ein guter Freund, beide wohnten sogar in einer WG zusammen. „Mit Carsten tausche ich mich natürlich häufig aus. Auf dem Rasen muss die Freundschaft aber ruhen. Wir werden uns sicherlich oft begegnen, weil er offensiv und ich defensiv spiele“, sagt Handke. „Ich weiß, dass ich ihn auf dem Platz permanent stören muss. Carsten darf man nie außer Acht lassen, er hat einen richtig guten Torriecher.“ Über einen solchen verfügt eigentlich auch Beck, auch wenn die Nase momentan etwas verstopft ist.

Ein Faktor für ein erfolgreiches Derby aus Sicht des FCM könnten wieder die Zuschauer sein. Fast 20 000 Tickets wurden im Vorverkauf abgesetzt, der Saisonrekord (21 001 gegen Rostock) wackelt. Zudem werden die Ultras von Block U insgesamt 15 000 Flaggen verteilen, die sie in Eigeninitiative komplett selbst finanziert haben. „Jetzt liegt es an uns, die Zuschauer gegen Erfurt zu begeistern. Sie sollen schließlich alle wiederkommen“, sagt Beck.

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