Barleben l Die 807 Zuschauer am Barleber Anger warteten gespannt auf den Neuen im Trikot des 1. FC Magdeburg. 45 Minuten konnten sie Romain Brégerie im Testspiel gegen den Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt beobachten. Der Club gewann mit 3:1 (3:0).

Drei Tore in der ersten Halbzeit

Der Franzose brauchte nicht lange, um sich zurechtzufinden. Lautstark dirigierte er seine Mitspieler, gab Anweisungen und die Richtung vor. In der Defensive ließ er nichts anbrennen, vorne machten Mergim Berisha (4./Foulelfmeter), Manfred Osei Kwadwo (5.) und Felix Lohkemper (31.) die Tore. Für Erfurt traf Rico Gladrow per Elfmeter (76.).

Als seine Kollegen in der zweiten Hälfte noch schwitzten, lief Brégerie bereits aus und dehnte sich. Mit seinem FCM-Debüt war er zufrieden. „Es war ein schöner erster Eindruck. Mit einem 3:0 zur Halbzeit gehe ich mit einem guten Gefühl nach Hause“, sagte er und lachte.

Am Sonnabend schon im Stadion

Für den 32-Jährigen ging es zuletzt Schlag auf Schlag. Am Montag wurde der Wechsel zum FCM vermeldet, gestern Vormittag war er mit dem Team beim Krafttraining, am Abend stand er auf dem Platz. Doch bereits am Sonnabend war er im Stadion und schaute sich die Partie des Clubs an – praktischerweise ging es gegen Ex-Verein Ingolstadt. „Einige Leute haben mich erkannt, dachten aber, dass ich wegen Ingolstadt dort war. Dass war ein glücklicher Zufall“, verriet er.

Dass der Wechsel zum Club erst jetzt kurz vor Ende der Transferphase zustande kam, hatte einen Grund. „Ich hatte Angebote, von exotischen Vereinen, Klubs aus Frankreich und Deutschland. Es passte aber lange nicht“, so Brégerie. „Als sich der FCM gemeldet hatte, war das Gefühl gleich gut. Wir hatten zwar zuvor schon mal Kontakt. Jetzt war aber der Zeitpunkt für mich gekommen, diesen Schritt zu gehen.“ Den Kontakt zum SV Darmstadt, an den er in der vergangenen Rückrunde ausgeliehen wurde, hatte er übrigens schon Anfang Juli abgebrochen. „Das war aus vielen Gründen kein Thema mehr.“

Flexibel in der Abwehr

In Darmstadt spielte er als Innenverteidiger vorrangig in einer Viererkette, aus Ingolstadt kennt er aber auch die Dreierkette. Im von FCM-Trainer Jens Härtel favorisierten 3-4-3 könnte er in der Abwehr flexibel eingesetzt werden. Brégerie: „Mir ist es eigentlich egal, wo ich in der Dreierkette spiele. Ich bin fit und bereit, hatte eine lange Vorbereitung mit Ingolstadt.“

Härtel wollte zwar noch nicht zu viel sagen, die ersten Eindrücke waren aber positiv. „Bei Romain sieht man schon, dass er uns helfen kann. Er organisiert – viel und lautstark. Das haben wir gesucht. Wir werden in den kommenden Wochen sehen, welche Position für ihn optimal ist.“

Besondere Verbindung zu Bordeaux

In Magdeburg wird er, wie schon zuvor in Darmstadt, die Rückennummer 33 tragen. Aus einem ganz bestimmten Grund: Der Verwaltungsbezirk in Bordeaux, in dem er groß wurde, hat die Ziffer 33. „Zu Bordeaux habe ich eine besondere Verbindung“, sagt er.

FCM, 1. Halbzeit: Brunst - Lehmann, Brégerie, Harant - Weil, Kather - Chahed, Abu Hanna - Lohkemper, Berisha, Kwadwo

FCM, 2. Halbzeit: Seidel - Chahed, Schäfer, Hammann, Abu Hanna - Laprevotte, Weigel - Temp, Niemeyer (83. Lohkemper) - Bülter, Kwadwo

Weitere Infos und Videos zum 1. FC Magdeburg