Magdeburg l Nach dem Aufstieg in die 3. Liga im Jahr 2015 und dann zwei vierten Plätzen krönte der FCM die Entwicklung in dieser Saison mit dem vorzeitigen Aufstieg und nach dem 1:0 in Lotte am 38. und letzten Spieltag mit dem Gewinn des Meisterpokals.

Klarer Sieger vor Neidhart

„Es ist außergewöhnlich, dass wir 85 Punkte geholt haben. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel, der zum Trainer der Saison in der 3. Liga gewählt wurde und in Lotte vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) geehrt wurde. Mit 51 Prozent landete er vor seinen Kollegen Christian Neidhart (SV Meppen/27 Prozent) und Steffen Baumgart (SC Paderborn/22). „Es war eine besondere Saison. Nach dem vorzeitigen Aufstieg wollten wir unbedingt noch den Meistertitel holen“, sagte Härtel. „Wir haben uns in Lotte gesagt, dass wir, solange das Spiel nicht abgepfiffen ist, in der Lage sind, noch ein Tor zu machen. Eigentlich sind wir sonst ja die Mannschaft der ersten Viertelstunde.“

Die Mannschaft überrasche Härtel und sein Trainerteam immer wieder. Der Coach selbst schwärmt von den Wochen nach dem vorzeitigen Zweitliga-Aufstieg. „Es werden vermutlich die schönsten Wochen meiner Trainerkarriere“, vermutete er bereits direkt nach dem 2:0 gegen Fortuna Köln am 21. April, als der FCM den Aufstieg perfekt machte.

Leichte Zeit für Spieler

Auch die Spieler hatten Wochen, die alles andere als normal waren. „Es ist eine sehr leichte Zeit, die die meisten Spieler so in ihrer Karriere wohl nicht mehr haben werden“, betonte er. „Es ist überall positiv. Wenn man in den vergangenen Wochen durch die Stadt gegangen ist, sind alle Menschen freundlich und lächeln. Zudem haben wir Sieg um Sieg eingefahren und sind am Ende Meister geworden.“

Für die Mannschaft sei es phänomenal gewesen, zwei Wochen zu feiern, trotzdem noch zu spielen und in dieser Form zusammenzusein. „Es werden uns jetzt ja einige Spieler verlassen. Das Gesicht der Mannschaft verändert sich ein bisschen. Sie sollen die Zeit jetzt noch genießen und dann fokussiert im Landespokal gegen Stendal auftreten. Das wäre dann die Krönung, den Titel wollen wir noch mitnehmen“, betonte Härtel.

Urlaub in der Schweiz

Nach dem Landespokalfinale, das am Pfingstmontag (12.30 Uhr/Heinrich-Germer-Stadion) gegen den Oberligisten 1. FC Lok Stendal ausgetragen wird, geht es für die Mannschaft und das Trainerteam in den Urlaub. Härtel wird zusammen mit seiner Frau zunächst in die Schweiz fahren. „Wir schauen dann, wie lange wir dort bleiben. Vielleicht fahren wir auch noch weiter oder bleiben an Orten, die uns besonders gefallen, etwas länger“, erklärte er.

Der Coach geht es damit ganz anders als im Verlauf einer Saison an, in der alles durchgetaktet ist, nach einem Spiel bereits die Vorbereitung auf die nächste Partie beginnt. „Vielleicht fahren wir noch weiter in Richtung Sonne“, so Härtel.

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