Magdeburg l FCM-Abwehrchef Richard Weil leidet mit den Kickers, für die er in der Hinrunde selbst noch auflief. Weil blickt auf eine ereignisreiche Saison zurück. Nachdem er in der Relegation der Vorsaison gegen Duisburg einen entscheidenden Anteil am Aufstieg der Würzburger Kickers in die 2. Bundesliga hatte, kam er in der Vorrunde nur noch selten zum Einsatz und wechselte in der Winterpause schließlich zum FCM.

In Magdeburg avancierte der 29-Jährige gleich zum Abwehrchef, musste aber mit seinem Team trotz einer unter dem Strich guten Saison die verpasste Relegation verdauen.

Mit Würzburg auf Rang sechs

Mitgenommen hat Weil unterdessen der Abstieg der Würzburger Kickers. Der Defensivspieler kam in der Vorrunde auf neun Einsätze, bei seinem Abgang belegte der Aufsteiger mit 27 Punkten einen beachtlichen sechsten Tabellenplatz. An einen Abstieg dachte zu diesem Zeitpunkt sicherlich niemand. „Ich habe noch Kontakt zu früheren Mitspielern wie Nejmeddin Daghfous und Elia Soriano. Wenn man erst mal in einer Abwärtsspirale ist, dann ist es schwierig, da wieder herauszukommen“, sagt Weil. „Die Mannschaft verfügte eigentlich über die Qualität für den Klassenerhalt. Ich kenne aber die genauen Gründe nicht, warum es in der Rückrunde dann so schlecht lief.“

Der Absturz von Würzburg war dramatisch. Ohne einen Sieg zu feiern verbuchte das Team nur noch sieben Punkte und musste mit 34 Zählern und zwei Punkten Rückstand auf die Löwen als Vorletzter direkt absteigen. „Irgendwann kommt man bei so vielen Negativerlebnissen an den Punkt, dass man selber nicht mehr daran glaubt. Die Jungs konnten es kaum fassen, dass nach so einer sensationellen Vorrunde diese Rückrunde folgte“, berichtet Weil. „Würzburg ist häufig in Führung gegangen, konnte die Partie aber nicht für sich entscheiden.“ In diesem Punkt gibt es durchaus Parallelen zum FCM, der es in der Rückrunde ebenfalls immer wieder verpasste, Führung über die Zeit zu bringen.

Wiedersehen in der kommenden Saison

In der kommenden Saison gibt es somit ein Wiedersehen zwischen Weil und seinem Ex-Verein. „Ich hätte dieses Duell lieber in der 2. Bundesliga gesehen“, betont er. „Trotzdem freue ich mich auf die beiden Partien. Ich werde auf viele alte Bekannte treffen.“ Nicht mehr dabei sein wird dann allerdings Daghfous, dessen Wechsel zum Zweitligisten SV Sandhausen am Montag bekanntgegeben wurde. Auch Sorianos Verbleib ist fraglich.

Vor dem Relegations-Rückspiel zwischen 1860 München und Regensburg möchte der FCM-Führungsspieler gar nicht zu sehr daran denken, dass auch der Club am heutigen Dienstag vor 60 000 Zuschauern gegen die Löwen hätte spielen können. „Ich mag den Konjunktiv nicht. Am Ende sind wir Vierter geworden. Mit dem Heimspiel gegen Lotte und dem Landespokalsieg hatten wir aber trotzdem einen gelungenen Abschluss“, sagt Weil.

Für ihn gelte es in der Sommerpause, erst mal runterzukommen und viel Zeit mit der Familie zu verbringen. „Nach dem Wechsel zum FCM hat sich mein Umzug etwas hingezogen, ich war zwei Monate im Hotel. Das hat geschlaucht. Ich bin froh, endlich eine Wohnung gefunden zu haben.“

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