Magdeburg l Der Kader des 1. FC Magdeburg ist bekanntlich mit 32 Spielern sehr breit aufgestellt. Auch wenn einige Spieler noch verletzt sind, verfügt Thomas Hoßmang über viele Rotationsmöglichkeiten. Dennoch vertraute er zuletzt dreimal in Folge fast exakt der gleichen Elf. In Unterhaching (2:0) und Duisburg (2:1) brachte das drei Punkte, bei der 0:1-Niederlage in Halle war laut Kapitän Tobias Müller aber nach 60 Minuten „der Tank leer“. Ist vor dem Heimspiel gegen den TSV 1860 München (Anstoß Mittwoch 19 Uhr), die sechste Partie in 19 Tagen, also Zeit für Rotation?

Wie immer ließ Coach Hoßmang diese Frage unbeantwortet. „Wir werden klug entscheiden“, meinte er nichtssagend, fügte aber an, dass mit dem Kader zuletzt „viele Dinge gepasst“ haben. Klingt also nicht nach großen Umstellungen, wobei er mit den mittlerweile voll im Training integrierten Adrian Malachowski und Timo Perthel oder den zuletzt nicht berücksichtigten Sirlord Conteh, Kai Brünker und Jürgen Gjasula genug Optionen hätte.

Eine Veränderung im Kader wird es auf jeden Fall geben. Maximilian Franzke, der nach einem Sehnenanriss in Halle sein erstes Spiel seit November absolvierte, zog sich dabei erneut eine Muskelverletzung zu und wird „auf unbestimmte Zeit“ ausfallen.

Hoßmang findet Mölders-Ausfall nicht gut

Zum Umstellen gezwungen ist indes auch 1860-Trainer Michael Köllner, der den gelbgesperrten Sascha Mölders ersetzen muss. Hoßmang wäre es lieber gewesen, wenn der beste Drittliga-Torjäger (13 Treffer) in Magdeburg dabei gewesen wäre. „Da hätten wir genau gewusst, was uns erwartet. So planen wir etwas ins Blaue hinein.“ Dass die Löwen um den Ex-Magdeburger Dennis Erdmann unabhängig vom 35-jährigen Goalgetter über viel Qualität verfügen, ist dem FCM-Trainer klar. „Sechzig hat einen klaren Plan und viele gute Fußballer in den Reihen.“

Was also spricht für die Magdeburger? Von einem „München-Effekt“ wollte Hoßmang zumindest nichts wissen. Dass seine Mannschaft gegen Teams aus der bayerischen Landeshauptstadt bislang zehn Punkte aus vier Spielen holte und auch 1860 beim 1:1 im Hinspiel schon einen Zähler abtrotzte, blendet er aus. „Es hilft nichts, auf Statistiken zu gucken. Wir müssen im Hier und Jetzt unsere Dinge bearbeiten und das Spiel – unabhängig von irgendwelchen Statistiken – so angehen, dass es für uns erfolgreich verläuft.“ Und im psychisch und physisch harten Abstiegskampf der 3. Liga sind dafür eben auch frische Beine nötig.

 

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