Klietz/Havelberg l Die Freizeiten finden immer im Wechsel in Deutschland oder Polen statt, diesmal war wieder Klietz an der Reihe. Eigentlich dient das dortige Schullandheim als Unterkunft, es war allerdings ausgebucht. So wurde nach Havelberg verlegt, im Erlebnispädagogischen Centrum ELCH fand sich ein Ausweichquartier. Hier boten sich viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung: Das Schwimmbad wurde aufgesucht und der nahe Slawenspielplatz auf der Landzunge war ebenfalls toll. Eine Ralley führte die 23 Kinder – darunter 13 Polen – über die Stadtinsel, wobei die Verständigung in den gemischten Gruppen nicht so einfach war. Schließlich war nur eine Dolmetscherin dabei.

Paddeltour auf der Havel

Zusammen mit den ELCH-Mitarbeitern ging es in den Wanderkanadiern auf Paddeltour, auch Leiter Jörg Thiemann schwang sich mit ins Boot. Sehr informativ erwies sich ein Besuch im erst neu eröffneten „Haus der Flüsse“, vor allem der Wasserspielplatz wurde rege genutzt. Sportlich betätigen konnten sich die Kinder auch auf der Minigolfanlage des Campingplatzes sowie beim Baden in der nahen Havel – hierzu nutzten sie den Steg am Anlegeplatz für die Wasserwanderer am ELCH. Der dortige Hof diente am letzten Abend nochmals als Treffpunkt – am Lagerfeuer wurde Knüppelkuchen gebacken.

Nicht fehlen durfte natürlich ein kleiner Abstecher zur Bundesgartenschau: In der Stadtkirche schauten sich die Kinder die sehenswerte Hortensienausstellung an. Herrmann Paschke, der neue Klietzer Bürgermeister, spendierte zudem jedem Kind ein Eis.

„Trotz der Sprachbarrieren schlossen die Kinder aus Deutschland und Polen rasch Freundschaft“, berichtete Betreuerin Uta Braun aus Klietz. Der achtjährige Jonas aus Deutschland und Justyna aus dem polnischen Nietkow schreiben sich schon Briefe.

Die polnische Gruppe wurde von der Nietkower Schulleiterin Beata Klos-Wygas geleitet. Finanziell unterstützt wird die Ferienfreizeit seit Anbeginn vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

Bilder