Arneburg l „Früher sind die Touristen durchgefahren, jetzt halten sie immer öfter in Arneburg an", zog gestern Eike Trumpf, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, ein positives Fazit für die neue Attraktion der Elbestadt. Sie wurde pünktlich zur Eröffnung der Bundesgartenschau Mitte April eingeweiht.

Im Vorfeld war die 35 Meter hohe Konstruktion mehrfach kritisiert, doch Eike Trumpf sieht in der Kritik nur wenig Substanz. „Sinnlos Geld zu verbrennen, sieht anders aus. Die Plattform hat nicht nur eine optische Wirkung, sondern auch eine wirtschaftliche. Die Anzahl der Tagesgäste in Arneburg hat sich in diesem Jahr vervielfacht und unsere Gastronomie profitiert davon“, sagt der Verwaltungschef.

Heiraten auf dem Burgberg bald möglich

Die Investitionskosten seien laut Trumpf mit 351. 000 Euro zwar nicht gerade wenig, allerdings sei das Projekt mit 217.000 Euro gefördert worden, so dass die Stadt- und Verbandsgemeindekasse nicht ganz so stark belastet worden sei.

„Man hat einen ungestörten Blick wie im Elbsandsteingebirge“, schwärmt der Verwaltungsleiter und spielt damit auf den unverbauten 180-Grad-Blick auf die Elblandschaft an. Diesen Ausblick haben in diesem Jahr auch schon Hochzeitspaare nach ihrer Trauung im Standesamt genossen. Wenn alles wie geplant läuft, müssen Paare für die Eheschließung nicht mehr ins Rathaus gehen, sondern können sich auch auf der Plattform das Ja-Wort geben.

Schon 50 Trauungen in diesem Jahr in der Regi

Seitens des Verbandsgemeinderates Arneburg-Goldbeck wurde der Weg für eine weitere Außenstelle mit einem Beschluss bereits im Mai geebnet. Das letzte Wort hat die Standesamtsaufsicht in Stendal. Eike Trumpf erwartet jedoch bis zum Ende des Monats eine positive Entscheidung. Neben den Hauptstandesämtern in Goldbeck und Arneburg wäre die Plattform die fünfte Außenstelle in der Verbandsgemeinde.

Hochzeiten haben in diesem Jahr Hochkonjunktur. Nach 50 Trauungen im vergangenen Jahr ist die Zahl seitens der Verbandsgemeinde bereits am gestrigen Mittwoch erreicht worden. Weitere zehn Trauungen sind für dieses Jahr noch geplant. „Ein Großteil der Paare kommt für die Ehezeremonie in die alte Heimat zurück“, sagt Trumpf. Mit der Plattform wäre die Altmark um einen besonderen Trauort reicher.