Letzlingen (mjc/fbo) l Angesichts der personellen Probleme– welche beide Mannschaften zu lösen hatten – wurde das Ergebnis jeweils als ein Punktgewinn gewertet. Wenngleich Gästetrainer Alexander Kopp einschränkte: „Wir haben derzeit nur einen kleinen Kader, da ist es schwierig. Ich sage aber, dass wir auch in dieser Besetzung in Letzlingen als Sieger vom Platz hätten gehen müssen. Zwei Fehler unsererseits haben die Gegentore verursacht.“ Die Gastgeber um Trainer Dieter Förster erzielten gleich zweimal den Führungstreffer, kassierten aber jeweils postwendend den Ausgleich der Hasseröder, die damit tolle Moral bewiesen. Der zweite Treffer der Harzer war allerdings umstritten.

Aber der Reihe nach: In Hälfte eins neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend. Dementsprechend verlebten beide Torhüter zunächst einen ruhigen Nachmittag. Zum Ende der ersten Halbzeit wurde Einheit stärker. Johannes Paul Kubanek versagten aber (noch) die Nerven. Er schoss vorbei.

Die Gastgeber taten nach der Pause mehr für die Offensive. Nach einem Eckball von Christian Palutke schoss Felix Belling nur knapp vorbei (46.). Doch der nächste Angriff des FSV endete aber im Jubel der einheimischen Fans. Palutke traf zur 1:0-Führung (51.). Der Heide-Angreifer profitierte dabei jedoch von einem kapitalen Schnitzer der Gäste. Mathias Günther semmelte beim Klärungsversuch über den Ball, so dass der gegnerische Angreifer freie Bahn hatte.

Praktisch im Gegenzug klingelte es aber auf der anderen Seite. Trainer Alexander Kopp, aufgrund der Personalproblematik wieder auf dem grünen Rasen aktiv dabei, legte mit der Sohle herrlich ab und Kubanek jagte den Ball in die Maschen – 1:1 (53.). Die Gäste hatten spürbare Feldvorteile, das Tor fiel aber auf der FCE-Seite. Palutke schlug einen Freistoß und Fabian Schlamann köpfte das 2:1 (61.).

Dann folgte die umstrittenste Szene des Spiels. Nach einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte tauchte Tobias Plantikow frei vor dem Letzlinger Tor auf und schob zum 2:2 ein (64.). Die Gastgeber protestierten, das Tor fiel ihrer Meinung nach aus abseitsverdächtiger Position. Letzlingens Co-Trainer Michael Friedrichs echauffierte sich über das Gegentor so sehr, dass er von Schiedsrichter Amin Hamidi aus der Coaching-Zone verbannt wurde. Und auch Trainer Dieter Förster war mit der Entscheidung des Unparteiischen nicht einverstanden. „Das war eine klare Fehlentscheidung“, schimpfte er über die Anerkennung Ausgleichstreffers. Alex Kopp sah es anders: „Das war kein Abseits.“ Er fasste nach dem Abpfiff zusammen: „Wir hatten den Gegner im Griff und die klar besseren Möglichkeiten. Dass wir auf die Gegentore prompt geantwortet haben, war ein Sieg für die Moral. Jetzt stehen drei Heimspiele vor der Brust, in denen wir an Boden gut machen wollen.“

Das Jahr 2015 beenden die Hasseröder mit den Partien im Mannsbergstadion gegen TuS Bismark (2.Dezember), Saxonia Tangermünde (9. Dezember) und dem Nachholspiel gegen den VfB Ottersleben (16. Dezember).

 

FC Einheit Wernigerode: Helmstedt - Kleiner, O. Schmidt, Günther, Wienert, Werner, Wipperling, Kubanek, Alexander Kopp, Plantikow, Gottowik;

Torfolge: 1:0 Christian Palutke (51.), 1:1 Johannes Paul Kubanek (53.), 2:1 Fabian Schlamann (61.), 2:2 Tobias Plantikow (64.); Schiedsrichter: Amin Hamidi; Zuschauer: 45.