Schönhausen l „Es gibt ein paar Brunnen, die nicht genügend Wasser fördern.“ Das ist aber auch schon alles, was der frisch wiedergewählte Gemeindewehrleiter Karl-Heinz Pick anzumerken hat. „Ansonsten ist alles im grünen Bereich!“ Die Brunnen, die neu gebohrt werden müssen, sind dem Ordnungsamt gemeldet.

Zwei Teams hatten sich unlängst auf den Weg zu den insgesamt 16 Wehren gemacht: im Norden überprüften Bernd Kandner, Uwe Engel und Peter Jugler die Winterfestmachung, im Süden waren es Karl-Heinz Pick, Frank Ulrich und Steffen Gottschalk. Nicht nur die Protokolle, die beim Abpumpen der Brunnen erstellt worden sind, wurden eingesehen, sondern auch die Technik wurde in Augenschein genommen. „Das generelle Problem ist die Einsatzbereitschaft tagsüber. Kleine Wehren wie beispielsweise Kabelitz, Sydow oder Melkow können sie nicht absichern, weil die Aktiven außerhalb arbeiten. Deshalb werden zu Einsätzen auch immer gleich mehrere Wehren alarmiert“, so Karl-Heinz Pick. Jüngster Einsatz für die Schönhauser und Hohengöhrener war am frühen Freitagmorgen um 4.30 Uhr, als das Hohengöhrener Gewerbegebiet für die Landung eines Rettungshubschraubers ausgeleuchtet werden musste.

Generell gab es in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Einsätze für die Wehren als im Vorjahr. Allerdings waren es weniger Waldbrände – die stehen kaum in den Statistiken –, sondern vielmehr technische Hilfeleistungen. Bei mehreren Stürmen waren Bäume umgekippt und blockierten Straßen.

Erfreulich im Jahr 2015 sei, dass drei Wehren neue Einsatzfahrzeuge erhalten haben: Scharlibbe, Klietz und Fischbeck stehen nun Autos zur Verfügung, die sie sicher zum Einsatzort bringen. Und auch dass sich der Neubau des Fischbecker Gerätehauses dem Ende neigt, sei erfreulich.

Was 2016 angeschafft wird, geht aus der Risiko- und Brandschutzanalyse der Verbandsgemeinde hervor. Die wird auf der nächsten Sitzung des Verbandsrates Mitte dieses Monats in Klietz allerdings noch einmal überarbeitet und mit der ersten Änderung neu beschlossen.

Denn die Verbandsgemeinde muss zur Gewährleistung des Brandschutzes in Neubaublöcken eine Drehleiter zur Verfügung haben. Die erste Ausschreibung brachte nicht das erwünschte Ergebnis, so dass das Ordnungsamt nun eine neue Ausschreibung vorbereitet. 200 000 Euro plant die Verbandsgemeinde dafür ein. Allerdings werden einige Monate ins Land gehen, „ich hoffe, dass die Lieferung nach Zuschlagserteilung schnell erfolgt“, so Bürgermeister Bernd Witt. Es wird auch noch versucht, aus irgendeinem Topf Fördermittel für die Drehleiter zu bekommen.