Beetzendorf l Etwas größere Resonanz hätte sich Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann für den Empfang zum Tag des Ehrenamtes schon gewünscht. Zwei Tage hatten die VG-Mitarbeiter gewerkelt, um den großen Versammlungsraum für das Ereignis festlich herzurichten und ein Büfett für die ehrenamtlich tätigen Räte und Bürgermeister aus der VG und allen acht Mitgliedsgemeinden auf die Beine zu stellen. Sogar die Trennwand zum Standesamtszimmer wurde erstmals entfernt, um mehr Platz zu haben. Doch dann blieben mehr Sitze im Saal frei wie gedacht.

Denen, die gekommen waren, dankte Christiane Lüdemann für ihren tagtäglichen Einsatz im Interesse der Bürger und ihrer Gemeinden. „Das ist Ihr Abend!“, rief sie den Ehrenamtlichen zu. Durch ihr Engagement hätten sie in den vergangenen Jahren in den 94 Orten der Verbandsgemeinde viel geschaffen.

Leistung

Hauptredner des Abends, den Nele Hanke von der Kreismusikschule mit Gitarre und Gesang musikalisch begleitete, war Landrat Michael Ziche. Er würdigte die ehrenamtliche Arbeit der Räte und Bürgermeister vor Ort, „denen man das ganze Jahr über Wertschätzung aufbringen sollte, nicht nur heute Abend“. Das Ehrenamt gehöre zu den Dingen im Leben, die man nicht kaufen könne. Auch hier und da festgeschriebene Entschädigungen könnten nicht das auffangen, was von den Frauen und Männern geleistet wird.

Bilder

Das Ehrenamt sei „Aufgabe, Freude und Gemeinschaft in einem“. Gerade in der Kommunalpolitik werde es nicht in erster Linie für sich selbst, sondern für andere Menschen ausgeübt. Dabei erhalte man vor Ort auch die direkte Rückkoppelung durch die Bürger, die einen auf der Straße ansprechen. „Glaubwürdigkeit ist deshalb besonders wichtig und sie wird vor allem in der Kommunalpolitik gelebt“, so Michael Ziche.

Ausstellung

Der Landrat lobte die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf als „Zukunftsgebilde“, das in den vergangenen sechs Jahren zum Wohle der Bürger gewirkt habe. Zwar sei der Verwaltungsaufwand durch die zusätzliche Ebene der Mitgliedsgemeinden höher als bei Einheitsgemeinden, doch gerade hier in der ländlichen Region ohne gewachsene historische Zentren und mit einer Bevölkerungsdichte von gerade einmal 26 Einwohnern pro Quadratkilometer sei dieses Modell das richtige. „Die Menschen identifizieren sich mit ihrem Ort, mit ihrer Gemeinde und deren Besonderheiten. Und so soll es auch bleiben“, erklärte Michael Ziche.

Bevor das Büfett eröffnet wurde und Zeit für Gespräche der Gäste untereinander gekommen war, stellte René Stark den Fotoklub Salzwedel vor. Deren Mitglieder haben im Bürgerzentrum eine kleine Ausstellung mit Bildern zusammengestellt, die auf Streifzügen mit der Kamera durch die Altmark entstanden sind. Landschaftsaufnahmen sind ebenso zu sehen wie ein romantischer Sonnenuntergang, der Arendsee mit faszinierendem Wolkenhimmel oder die Vorführung alter Erntetechnik im Diesdorfer Museum. Die Fotos sind mindestens bis Ende Januar im Foyer und den Fluren des Bürgerzentrums zu sehen. Der Fotoklub Salzwedel, ein Zusammenschluss von Hobbyfotografen aus der Region, entstand im September 2003 aus einem Volkshochschulkurs heraus. Seit 2010 ist er als Verein organisiert, dem derzeit 33 Mitglieder angehören.