Die zweite Niederlage der Saison hat Handball-Verbandsligist HV Ilsenburg kassiert. Beim Post SV Magdeburg unterlagen die Harzer nach unzureichender Vorstellung deutlich mit 23:31 (9:20). Die Magdeburger zogen in der Tabelle dadurch am HVI vorbei.

Ilsenburg. Zwar fehlten dem HV Ilsenburg mit Eckardt, Glage und Kunze drei Spieler, dies darf aber keine Ausrede für die miserable Leistung sein. Die Harzer zeigten eine katastrophale erste Halbzeit. Von Beginn an fanden die Gäste keine Bindung zum Spiel und zum Gegner. Die Postler standen in der Defensive gewohnt sicher und gingen aggressiv zu Werke. Von den Ilsenburgern gab es kaum Gegenwehr. Aus dem HVI-Rückraum kam quasi nichts auf das gegnerische Tor. Die Löwe-Sieben präsentierte sich ideen- und kopflos. Beim 20:9-Pausenstand waren die Messen aus Sicht der Harzer im Grunde schon gesungen.

Die Ilsenburger steigerten sich in der zweiten Halbzeit etwas. Insgesamt fanden die Angreifer aber weiter kein Mittel, um zum Erfolg zu kommen und in der Defensive wurde nur halbherzig zugefasst. Der HVI bekam über 60 Minuten zwei Zeitstrafen, die beide nicht aus unmittelbaren Abwehraktionen resultierten. Auch das spricht Bände.

Beim 25:15 hatten die Gäste bereits Ergebniskosmetik betrieben, zu mehr sollte es in der Sporthalle am Lorenzweg nicht reichen. Wieder einmal hatte der HVI seine oft gezeigte Auswärtsschwäche offenbart. Besonders schwer tut sich Ilsenburg dabei immer wieder in Magdeburg, beim Post SV gab es seit Verbandsligazugehörigkeit erst einen Sieg.

Trainer Michael Löwe war die Missstimmung anzumerken: "Die Einstellung passte gar nicht. Wir haben den Kampf nicht angenommen. Die Art und Weise dieser Niederlage ist schwer zu akzeptieren. Jetzt geht es in den kommenden Heimspielen gegen Gommern und Halberstadt um Wiedergutmachung."

HV Ilsenburg: Gelinski, Homann – Scharun (1), Sadowski (1), Hoffmann (5), Dallmann (1), Kays (2), Kausch (1), Stecker (4), Hausmann (4), Müller (1), Fahrtmann (3).