Osterwieck. Quasi mit dem letzten Aufgebot ging der SV Eintracht Osterwieck das Heimspiel gegen die SG 1948 Reppichau an. Am Ende hatte der Gast die Nase vorne und siegte im Ratsgarten mit 2:0 (0:0).

Auf Seiten der Rot-Weißen fehlten etliche Akteure. Stingl, und Steinkamp waren gesperrt, Erdmann und Lewi mussten arbeiten. Hinzu kamen die Verletzungen von Bieling und Seubert, so dass Trainer Sven Hahmann nicht viele Alternativen blieben. Eine davon war er, andere waren Spieler der Altherren-Mannschaft.

Die Gäste von der SG Reppichau, bei denen auch nicht alle Stammspieler eingesetzt werden konnten, waren sehr defensiv aufgestellt. Mit schnellem Umkehrspiel und per Konter versuchten sie zum Erfolg zu kommen. Bereits nach zehn Minuten lag das 0:1 in der Luft, als Oliver Endert nach tollem Zuspiel in die Tiefe frei auf Eintracht-Keeper Alexander Kerler zusteuerte. Der platziert und flach geschossene Ball ging links am Torwart vorbei, prallte an den langen Pfosten und von dort aus Sicht der Osterwiecker glücklicherweise nicht hinter die Torlinie.

Der SV Eintracht machte mit einem Freistoß auf sich aufmerksam, aber Tantius‘ Schuss ging knapp vorbei. Einen weiteren Konter der Reppichauer vereitelte Kerler in toller Manier. Auf der Gegenseite hatte auch die Eintracht wieder eine gute Gelegenheit. Der Kopfball von Perle verpasste das Gästetor knapp (33.).

Beim Freistoß von Tantius in der 41. Spielminute verhinderte Gästetorwart Geisler das 1:0 für die Hausherren mit einer Glanzparade. Die etwa 80 Zuschauer hatten eine gute erste Halbzeit, jedoch noch keien Treffer gesehen.

Das erste Tor fiel dann nur sechs Minuten nach dem Seitenwechsel. Osterwieck patzte im Mittelfeld, wehrte viel zu harmlos ab und kassierte den Gegentreffer. Patrick Belger war der Torschütze. Es folgten vielversprechende Möglichkeiten der Gastgeber: Der eingewechselte Peters, Spielrtrainer Hahmann, Großhennig und Perle (56., 60., 62., 68.) hätten zumindest für den Ausgleich sorgen können.

Reppichau konzentrierte sich weiterhin auf die Konter, die wie schon in der ersten Halbzeit meist gefährlich wurden. Zwei Minuten vor dem Ende ging einer davon nur knapp am Tor von Keeper Kerler vorbei. Osterwieck versuchte in den Schlussminuten alles, stürmte mit Mann und Maus, belohnte sich aber nicht. Stattdessen vollendete der Gast mit einem weiteren Konter gegen die nun weit aufgerückten Eintrachtler zum 2:0-Endstand in der Nachspielzeit.

Eintracht-Coach Hahmann resümierte: "Letztendlich haben wir kein Mittel gegen die defensiven Gäste gefunden. Wir machen uns das Leben gegen solche Teams ohnehin nicht einfach. Am Ende zählen nicht die Ballkontakte, sondern Tore."

SV Eintracht Osterwieck: Kerler - Hegewald, Perle, Hauch, Hahmann, Tantius, Rösner, Deicke, Strube (46. Peters), Schmidt, Grosshennig;

Tore: 0:1 Patrick Belger (51.), 0:2 Oliver Endert (90.);

Schiedsrichter: Sebastian May (Thale);

Zuschauer: 77.