Seinen ersten Auswärtssieg feierte der HV Wernigerode am Sonntag in der Haldensleber Ohrelandhalle. Beim HSV siegte die Sieben von Trainer Maik Lange nach deutlicher Steigerung in der zweiten Halbzeit mit 29:26 (11:11).

Wernigerode. Ein halbes Jahr nach dem Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga kehrte der HV Wernigerode an die Stätte seines Erfolges zurück, in der die Harzer gegen die zweite Mannschaft des HSV mit einem Remis die letzte Saison mit dem Meistertitel krönten. Diesmal entführte der HVW bei der ersten Mannschaft, die ersatzgeschwächt antrat, beide Punkte.

In der ersten Halbzeit lag meist der Gastgeber knapp mit einem Tor vorn. HSV-Keeper Wiechmann entschärfte einige freie Würfe der Wernigeröder und sorgte so dafür, dass die Lange-Sieben mit 8:11 hinten lag. In Unterzahl blieb der HVW jedoch dran, dennoch wurden weiterhin beste Chancen nicht verwertet. Völkel brauchte mehrere Anläufe, schaffte aber doch den Ausgleichstreffer zum 11:11-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel trat Wernigerode zielstrebiger und konzentrierter beim Abschluss auf. Vom 13:13 zogen die Gäste auf 19:13 davon. Drei Treffer davon hatte der pfeilschnelle Völkel nach Kontern erzielt. Haldensleben fiel in Unterzahl reichlich wenig ein, die Harzer fingen so mehrere Bälle ab und starteten schnelle Gegenstöße. Erst ab der 45. Minute rappelten sich die Gastgeber wieder auf und verkürzten Tor um Tor.

In dieser Phase war es auch Kirchhof, der sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive wichtige Akzente für den HVW setzte. Dennoch hatten die Haldensleber weiter Aufwind, schafften sechs Minuten vor Ende der Partie den Ausgleich zum 24:24. In dieser Phase blieb Trainer Lange cool, vertraute seinem Team. Das war jetzt aufmerksam und spitzelte einige Bälle ab, kam so innerhalb weniger Augenblicke nach einfachen Toren zum vorentscheidenden 28:24.

Trainer Lange: "Die Ballgewinne in der Schlussphase waren entscheidend. Insgesamt hat sich das Team in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert."

HV Wernigerode: Feldmann, Wisotzky - Völkel (3), Uhlmann (2), Hoffmann (10), Kirchhof (4), Nierlein (2), Köhler (2), Ahlsleben, Hahn, Eicken (4), Poetzsch (1), Liebscher;

Zeitstrafen: HVW 7, HSV 5; Strafwürfe: HVW 4/3, HSV 2/2.