Wernigerode (ige). In jedem Jahr ermitteln die Tennis-Oldies aus aller Welt bei den Meisterschaften der Altersklassen 60 bis 85 Jahre ihre Titelträger. Die offiziell als Weltmeisterschaft der Supersenioren ausgeschriebenen Titelkämpfe finden jährlich wechselnd auf einem anderen Kontinenten statt. In diesem Jahr hatte der Verband in London Asien ausgewählt. Auf der Anlage des Club Ali Dei bei Manavgat, mit über 60 Plätzen die größte Tennisanlage in Asien, wetteiferten 600 Senioren aus 42 Nationen um die begehrten WM-Titel.

Mit dabei war auch Lothar Nitschke, der als einziger Tennis-Oldie aus den neuen Bundesländern im 64-er Feld der Altersklasse 70 aufschlug. Gleich in Runde eins traf der Senior vom TC Wernigerode auf den gesetzten Tschechischen Meister Dosedel. Bei einer 3:0-Führung im dritten Satz war die Überraschung greifbar nahe, doch in der entscheidenden Phase hatte der Tscheche die größeren Kraftreserven und das bessere Nervenkostüm. Mit einer 2:6, 6:4, 3:6-Niederlage musste Lothar Nitschke den Weg in die "Consolation Round" antreten.

Hier besiegte der Wernigeröder Thomas Fergg aus der Schweiz mit 6:4; 7:5 und anschließend auch den Australier Waygood glatt in zwei Sätzen. Auf die nächste Runde musste Nitschke dann leider verzichten, da sein Flieger in Richtung Heimat wartete. Weltmeister wurde übrigens der Österreicher Peter Pokorny, ehemaliger Tennisprofi und Davis-Cup-Spieler.

Im Doppel hatte Lothar Nitschke an der Seite des mehrfachen Europameisters Werner Knobloch aus Bremen das Erstrundenmatch gegen ein englisches Duo gewonnen. In Runde zwei unterlagen die beiden Deutschen dem Doppel des mexikanischen Nationalteams mit 2:6 und 2:6, wobei Nitschke alle vier Aufschlagspiele durchbrachte.