Wernigerode (fbo). In der Bezirksliga West hat die weibliche Jugend B des HV Wernigerode Germania Gernrode knapp mit 12:10 (3:5) besiegt.

Nachdem das Hinspiel mit zehn Toren Differenz verloren ging, hatten die Wernigeröderinnen wenig Hoffnung, ihr Heimspiel zu gewinnen. Auch weil Gernrode in voller Mannschaftstärke angereist war und der HVW nur zwei Wechselspielerinnen auf der Bank hatte, sprach einiges für die Germania. Aber wie so oft im (Handball-)Sport ist ein Spiel erst nach Abpfiff entschieden.

Die Spielerinnen des HVW deckten sehr gut, gingen in der Defensive zielstrebig vor, vergaben aber fast alle Wurfmöglichkeiten in der ersten Halbzeit. Kurioserweise taten es die Mädchen von Germania Gernrode den Wernigeröderinnen gleich und so war der Halbzeitstand mit 5:3 für Gernrode nicht gerade Werbung für den Handballsport. Das Fazit der ersten Halbzeit lautete daher: Es wurde schön gespielt, ohne dabei aber Tore zu werfen.

Die zweite Halbzeit sah da schon etwas besser aus. Gernrode stellte auf eine offensive Manndeckung gegen Nadine Ernst um, die ihre drei Tore alle in der ersten Halbzeit geworfen hatte. Damit ergaben sich allerdings für ihre Mitspielerinnen immer wieder Lücken und Tormöglichkeiten. Vanessa Abel nutzte zwei davon am Kreis. Die "Müller- Zwillinge" stellten die Gernröderinnen vor schwere Aufgaben: Während Marisa fast alles im Tor hielt, erzielte ihre Schwester Sarah als Aufbauspielerin allein sechs Tore. Die mannschaftliche Geschlossenheit und der unbedingte Wille zum Sieg waren schließlich ausschlaggebend für den nicht erwarteten 12:10-Heimerfolg der HVW-Mädchen.

HV Wernigerode: M. Müller - Abel (2), Nguyen, S. Müller (6), Wichmann, Gattermann (1), Groero Linares, Ernst (3);

Siebenmeter: HVW 1/1, Gernrode 5/2; Zeitstrafen: HVW -, Gernrode 1.