Magdeburg - Im Untersuchungsausschuss zur Dessauer Fördermittelaffäre hat ein wichtiger Zeuge einem CDU-Politiker die Anstiftung zur Falschaussage vorgeworfen. Er sei vom Anwalt des Dessau-Roßlauer Kreisverbandschefs Jens Kolze vor vier Tagen aufgefordert worden, mehrere Aussagen nicht zu wiederholen, die aber der Wahrheit entsprächen, sagte der frühere Kriminalbeamte Burker-Wieland Jüngling am Freitag bei seiner Vernehmung in Magdeburg. Er habe deshalb Kolze bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, die lehne aber Ermittlungen ab. Der heute 74 Jahre alte Jüngling hatte im Auftrag der IHK als Privatermittler die Affäre untersucht.