Stiege/Halberstadt - Der Brand in der ehemaligen Lungenheilstätte "Albrechtshaus" bei Stiege (Harz) ist nach Einschätzung der Polizei absichtlich gelegt worden. "Ein entkerntes Gebäude fängt nicht von selbst an zu brennen", sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Halberstadt. Die Elektrik und die Heizungsanlage seien bereits ausgebaut worden. Hinweise, die zu den möglichen Täter führen könnten, gebe es bislang aber noch nicht.

Der Brand war am Donnerstagmorgen in dem seit vielen Jahren leerstehenden Haus ausgebrochen. Auch nach 24 Stunden waren die Löscharbeiten noch nicht beendet. Feuerwehrleute bewachten auch am Freitag noch das ausgebrannte Gebäude, um das Wiederaufflammen von Glutnestern zu verhindern. Teile der früheren Lungenklinik mussten eingerissen werden, weil sie einzustürzen drohten. Rund 100 Feuerwehrleute von 9 Feuerwehren waren am Donnerstag im Einsatz.

Das abgelegene Gelände stellte die Rettungskräfte vor zusätzliche Herausforderungen. So musste das Löschwasser über eine fünf Kilometer lange Leitung aus einem Naturteich zum Brandort gepumpt werden. Wegen der Wasserleitung war unter anderem die Bundesstraße B242 zwischen Güntersberge und Stiege den ganzen Donnerstag über gesperrt. Auch die Harzer Schmalspurbahnen mussten den Betrieb auf der Strecke Straßberg-Stiege einstellen.