Loburg/Lübars/Möckern l Ein erschossener Wolf ist auf einem Waldweg zwischen Loburg und Lübars (Jerichower Land) gefunden worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte ein Jagdpächter das junge Tier bereits am Freitag gefunden und umgehend den Wolfsbeauftragten des Kreises informiert.

Die Polizei geht davon aus, dass der Wolf nicht an der Stelle getötet wurde, an dem er gefunden wurde. „Nach den ersten Erkenntnissen wurde das Tier durch einen Unbekannten erschossen und anschließend auf einem Waldweg abgelegt“, erklärte Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch. Man habe Fahrzeugspuren sichergestellt.

Vor sechs Jahren wurde im Jerichower Land schon einmal ein Wolf erschossen. Die vorsätzliche oder fahrlässige Tötung wird nach dem Bundesnaturschutzgesetz mit bis zu 50000 Euro Geldbuße geahndet. Bei vorsätzlicher Tötung eines streng geschützten Tiers kann das bis zu fünf Jahre und bei Fahrlässigkeit bis zu sechs Monate Haft zur Folge haben.

Untersuchung in Berlin

Das am Freitag gefundene Tier wurde von einem Mitarbeiter des Landesamtes für Umweltschutz umgehend in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin gebracht worden, teilte das Amt am Montag mit. Dort habte eine erste Untersuchung den Verdacht einer tödlichen Schussverletzung bestätigt. Für weitergehende Aussagen müssten die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen sowie das noch ausstehende veterinärpathologische Gutachten abgewartet werden, hieß es weiter am dem Amt in Halle.

In Sachsen-Anhalt gibt es etwa 50 Wölfe. Aktuell geht das Landesumweltamt von zehn Gebieten in Sachsen-Anhalt aus, wo Wölfe angesiedelt sind. Schwerpunktterritorien sind der Fläming und die Altmark.