Klötze l Eines vorweg: Die Musik von Saitensprunk kann sich hören lassen. Das wurde den Gästen, die Freitagabend der Einladung zur öffentlichen Probe der Musiker um Schlagzeuger Janusz Schmidt gefolgt waren, gleich bei den ersten Titeln klar. Die handgemachte Rockmusik aus verschiedenen Jahrzehnten war allererste Sahne und versetzte so manchen Zuhörer ins Schwärmen.

Als Gastmusiker hatten Janusz Schmidt und Gerd Labersweiler (Gitarre, Gesang) unter anderem Ingo Röper (Gitarre, Gesang, Mundharmonika) von der Band Vehikel eingeladen und als besonderen Gast Wilfried Götze, der nicht nur mit seinem Gesang beeindruckte, sondern besonders auch mit der Querflöte, die unter anderem bei Titeln der legendären Band „Jethro Tull“ zum Einsatz kam.

Traditionsfest war verschwunden

Da hat in Gedanken ganz bestimmt der eine oder andere Gast Saitensprunk schon auf der Bühne stehen gesehen, wenn vom 27. bis zum 29. Mai 2016 das Blütenfest in Klötze-Süd zu neuem Leben erweckt werden soll. „Wir sind 1982 nach Klötze gezogen, und das Blütenfest war das schönste Fest, das wir bis zu dem Zeitpunkt erlebt haben und das schönste Fest, das Klötze hatte“, berichtete Janusz Schmidt von den Beweggründen, das alte Traditionsfest wieder auferstehen zu lassen.

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Denn so wie Schmidt und seine Familie mögen sich viele Klötzer noch immer nicht damit abfinden, dass das beliebte Blütenfest gleich einige Jahre nach der Wende sang- und klanglos einfach untergegangen war. In der KuFa gibt es auch schon konkrete Pläne, wie das Fest gestaltet werden kann: Freitagabend Tanz, Sonnabend ein Tagesangebot mit verschiedenen Höhepunkten, abends Livemusik und Sonntag ein gemütlicher Ausklang. Ähnlich also, wie es früher war. Auch Kutschfahrten sollen angeboten werden. „Die Obstplantagen am Hasselbusch gibt es zwar nicht mehr, aber wir haben ja trotzdem genug Blüten in Klötze“, begründet Schmidt.

Kulturfabrik will Neues schaffen

Das Blütenfest soll allerdings nicht das einzige Projekt bleiben, das sich Janusz und Julia Schmidt als Leiterin der KuFa auf ihre Fahnen geschrieben haben. „Im Juni wird das zweite Musikfestival auf dem Gelände des ehemaligen Milchwerkes in Klötze über die Bühne gehen“, kündigte Schmidt an. Und dann ist da im Sommer noch die Wiederbelebung des Waldbadfestes. „Wir wollen für die Region und für die Menschen, die hier leben, etwas machen.“ Auch die Kulturfabrik selbst, die so getauft wurde, „weil in einer Fabrik Neues entsteht“, soll mit einbezogen werden. Film- und Tanzabende, Seminare, Lesungen, Kurse und vieles mehr könnten unter dem Dach der 400 Quadratmeter großen einstigen Gewerbehalle stattfinden, blickte Julia Schmidt voraus.