Stendal l „Wir haben viel geschafft. Und glauben Sie mir: Es ist noch viel Kraft in uns!“ Mit diesen Worten fasste Dieter Denck, Präsident des DRK-Kreisverbandes Östliche Altmark, schon in seiner Begrüßung das vergangene Jahr zusammen und verband dies mit einem Ausblick auf die anstehenden Herausforderungen. Zu denen werde auch 2016 das Engagement für Flüchtlinge und Asylsuchende gehören, kündigte er an: „Denn sie brauchen unsere Hilfe, und darum tun wir alles, damit sie professionelle Hilfe erfahren.“ Mit der wachsenden Zahl an Flüchtlingen „haben wir eine erfreuliche Zunahme an ehrenamtlichem Engagement erfahren, an Hilfe und Unterstützung“, sagte Dieter Denck und lud zum ehrenamtlichen Mitmachen ein. Der DRK-Kreisverband biete allen eine Plattform, die mithelfen möchten. Denck: „Jeder kann etwas für Menschen in Not tun.“

Was der Kreisverband selbst im vergangenen Jahr – dem 20. Jahr seines Bestehens – geleistet hat, darauf ging der Präsident in seinem Tätigkeitsbericht ein. Er hielt ihn am Sonnabendvormittag im Veranstaltungsraum des Senioren- und Betreuungszentrums „Am Schwanenteich“ in Stendal. Von 65 Delegierten aus dem Kreisverband waren 45 zur Versammlung gekommen. Neben dem Einsatz in der Landesaufnahmeeinrichtung in Klietz wurde im vergangenen Jahr auch die Beratungskapazität erweitert, unter anderem die Migrantenerstberatung für erwachsene Zuwanderer. Um künftig ausreichend Räume für die Beratungsarbeit zu haben, soll in diesem Jahr die Kreisgeschäftsstelle in Stendal umgebaut werden, kündigte Dieter Denck an.

Schulsozialarbeit

Positives berichtete er über die Schulsozialarbeit, deren regionale Netzwerkstelle für den Landkreis seit 2008 vom DRK betreut wird. Im vergangenen Jahr wurde das Personal auf vier hauptamtliche Sozialarbeiter erhöht, betreut werden die Grundschulen Bismark, Am Stadtsee und Gagarin (beide Stendal) sowie die Stendaler Komarow-Sekundarschule. Die personelle Erweiterung machte einen Umzug in die Frommhagenstraße erforderlich.

Einen besonderen Platz im Bericht nahm die Bundesgartenschau ein. An 177 Tagen sei der DRK-Sanitätsdienst während der Öffnungszeiten in Havelberg jeweils mit zwei Helfern und einem Sanitätsrettungsfahrzeug vor Ort gewesen.

Probleme, denen sich der Kreisverband stellen muss, gibt es unter anderem bei der Ausbildung zur Ersten Hilfe und im Wasserrettungsdienst – in beiden Bereichen fehlt es an Nachwuchs beziehungsweise qualifizierten Ehrenamtlichen. Es sei schwierig, Ausbilder für die Erste Hilfe zu finden, erklärte Dieter Denck, und für den Wasserrettungszug werden dringend Taucher gesucht.

Nach einer kurzen Pause, die die Flötengruppe der Tangerhütter Außenstelle der Musikerfabrik Frank Wedel musikalisch gestaltete, und dem vom kaufmännischen Leiter des Kreisverbandes, Thomas Legde, vorgetragenen Bericht zum Jahresabschluss 2014 schaute Viktor Schellert kurz auf das gerade begonnene Jahr. Zu den Vorhaben des DRK in der Ostaltmark gehören unter anderem der Umbau und die Inbetriebnahme einer „kleinen“ Tagespflege im Tangermünder Altenpflegeheim „Goldener Herbst“ sowie die Erweiterung des Versorgungsangebotes im Osterburger Altenpflegeheim „Haus Sorgenfrei“.